Das sind die Umsatz-Könige der Gastronomie Münchens Millionen-Wirte

Das Geschäft boomt: Sehen Sie die erfolgreichsten Münchner Gastro-Unternehmer in der Bilderstrecke. Foto: Schramek / dpa / az

München ist und bleibt die Hauptstadt der Groß- und Systemgastronomie: 20 Unternehmen unter den deutschen Top 100 haben hier ihren Sitz.

 

München - München ist die Hauptstadt der deutschen Gastronomie. Wer bisher daran gezweifelt haben sollte: Das Branchen-Fachblatt Food-Service listet in seinen brandaktuellen Top 100 der Groß- und System-Gastronomen im Lande allein 20 Betriebe mit Sitz in der Landeshauptstadt auf – von der Nummer 1 (McDonald’s) bis zur Nummer 99 (Schottenhamel).

Die AZ hat sich die Tabelle der 2013er-Umsätze genau vorgenommen – und überraschende Erkenntnisse gesammelt.

Unangefochtener Branchen-Primus ist und bleibt McDonald’s. Doch die Burger-Brater mit Firmen-Zentrale an der Isar dürften trotzdem mit den Ergebnissen alles andere als zufrieden sein.

„Geschätzt fast 150 Millionen Erlösrückgang“ attestiert Food-Service. Und eine „multi-kausale Performance-Schwäche“. Allerdings auf extrem hohem Niveau – angesichts eines Umsatzes von 3,1 Milliarden Euro.

Der Nächstplatzierte Münchner Gastro-Riese setzt auf Whopper und hat ein extrem erfolgreiches Jahr 2013 hinter sich: 880 Millionen Euro Umsatz nach 833 Millionen im Vorjahr machen Burger King „zum größten Gewinner des letzten Jahres“, kommentiert Food-Service.

Auf den Plätzen folgen Nicht-Münchner Unternehmen von der Lufthansa Service Holding über Nordsee, Yum!, Ikea (180 Millionen Euro Umsatz!) bis Subway und Vapiano.

Auf Rang 14 ist das nächste in München gemeldete Unternehmen dran: Die Kaffee-Kocher der US-Kette Starbucks bringen es auf 130 Millionen Euro.

Gegenüber dem Vorjahr konnte das erste Familien-Großunternehmen in der bundesweiten Gastro-Hitliste zwei Plätze gut machen: Ein kräftiger Umsatzsprung von 112 auf 122 Euro katapultiert die Kuffler-Gruppe (Spatenhaus, Mangostin, Weinzelt und andere) auf Rang 17. Roland Kuffler zur AZ: „Ich freue mich sehr über die Platzierung und bin auch stolz darauf – aber Umsatz ist nicht gleich Gewinn ...“

Der nächste im Bunde der Top 100-Gastronomen mit Münchner Wurzeln ist Michael Käfer auf Platz 24. Der Feinkost-Marktführer konnte seinen Umsatz um zwei auf 93 Millionen Euro steigern.

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Die Event- und Sportcaterer von Arena One (Allianz Arena, Olympiastadion und -turm) rutschten trotz Umsatz-Plus (71 statt 68 Euro) von Rang 33 auf Rang 35.

Auf 44 folgt die Agip-Espresso-Marke Eni (64,5 Millionen) direkt vor den Flughafen-Verköstigern von der Allresto (63 Millionen), Bahnhofs-Großgastronom Rubenbauer (Platz 55, 47,6 Millionen) und Sausalitos (Platz 66, 42,8 Millionen).

Die Haberl-Gruppe hat es mit 40 Millionen Euro auf Platz 68 geschafft, zehn Plätze dahinter rangieren die Vollmers (Augustiner-Gaststätten und -Wiesnzelt, 27,8 Millionen).

Der nächste Wiesnwirt auf Platz 87 ist Peter Pongratz (24,5 Millionen), TV-Koch Alfon Schuhbeck hat 27 Millionen erwirtschaftet (Rang 93), das Duo Kull & Weinzierl (brenner, Riva) 21,6 Millionen oder Rang 98. Und beim Schottenhamel-Clan auf Rang 99 sind’s 21,5 Millionen.

 

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