Das "Ich" als Reisebegleiter Egotrip: Über die Kunst allein zu reisen - und es zu lieben

Ich bin dann mal weg - und das ganz allein! So geht Soloreisen Foto: Mooshny/ Shutterstock.com

Mal ehrlich, wann sind wir wirklich mal allein? Die meisten sind quasi ständig von anderen Menschen umgeben - in der Arbeit, Zuhause oder eben im Urlaub. Gerade bei letzterem kommt einem nicht in den Sinn, auch mal allein einen Trip zu unternehmen. Wieso eigentlich? Es wäre doch alles so einfach.

 

Die Hemmung solo in den Urlaub zu starten ist bei vielen, besonders bei Frauen, sehr hoch. Der Reisesuchmaschine "Skyscanner" zufolge werden Männer zu fast 35 Prozent von ihrer Partnerin oder der Partnerschaft vom Alleinreisen abgehalten. Knapp jede fünfte Frau hat Bedenken wegen der Sicherheit. Dabei gibt es für Frauen in vielen Ländern der Welt wenig zu fürchten und einiges zu entdecken.

Nah dran in Europa

Wer zum ersten Mal seinen Rucksack für eine Solo-Reise packt, muss ja nicht gleich einen Abenteuer-Trip Richtung Saudi-Arabien oder Indien ins Auge fassen. Kurztrips reichen fürs Erste allemal. Eine Europa-Reise mag vielleicht nicht so exotisch sein, ist aber in jedem Fall genauso sicher wie zu Hause und mit deutlich weniger Kultur-Schock-Gefahr belastet.

Doch eher Fernweh?

Dänemark, Österreich und Portugal gehören laut dem "Global Peace Index 2019" zu den sichersten Ländern der Welt. Warum die Solo-Karriere nicht in Kopenhagen, Wien oder Lissabon starten? Wer lieber in die weite Welt möchte, kann seine Fühler auch Richtung USA, Kanada, Neuseeland oder Asien ausstrecken, denn hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Tourismus gehört in diesen Ländern zum Alltag, die Menschen sind auf Reisende eingestellt.

Wie gehe ich die Reise an?

Das Stichwort ist Offenheit. Ziel muss es sein, nicht nur allein zu reisen, sondern auch bei sich selbst anzukommen. Das kann im ersten Moment erschreckend sein. Denn als soziales Wesen ist der Mensch gewöhnt, sich in einer Gesellschaft und einem festen sozialen Gefüge zu bewegen. Fehlt diese Gesellschaft, fallen viele in ein Loch. Die ersten Tage ohne einen ständig quasselnden Reisebegleiter können hart sein, doch am Ende haben wir das, was wir wollten: Only me!

 

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