Das erwartet ihn So schafft er den Entzug: Jenny Elvers drückt Jan Ullrich die Daumen

Jenny Elvers ist seit sechs Jahren trocken Foto: imago/Future Image

Jenny Elvers hat im Jahr 2012 erfolgreich einen Entzug durchgestanden. Sie weiß also ganz genau, was nun auf Ex-Radprofi Jan Ullrich zukommt.

Der Absturz von Ex-Radprofi Jan Ullrich (44) beschäftigt seit Wochen die Medien. Er soll mittlerweile in einer Entzugsklinik sein. Jenny Elvers (46) weiß, was den 44-Jährigen dort erwartet. Sie machte im Jahr 2012 einen Entzug. "Ich bin jetzt im September im sechsten Jahr trocken", erzählte sie im Interview mit der Zeitschrift "Gala". Die 46-Jährige sagt aber auch: "Entzug ist nichts für Feiglinge. Und wer glaubt, er macht mal nur 'ne Woche und ist dann wieder aus der Klinik raus. Der ist genauso schnell wieder drin."

"Man muss es selbst wollen"

Jenny Elvers hat damals zwölf Wochen in der "My Way Betty Ford Klinik" in Bayern verbracht. Besonders wichtig sei es, so Elvers, "ob man sich wirklich helfen lassen will und ob man einen Therapeuten findet, mit dem man kann und der es schafft, einen zu knacken [...]". Bei Elvers sei vor allem der körperliche Entzug "sehr schmerzhaft" gewesen, da sie "viel mehr körperlich als geistig vom Alkohol abhängig war".

Der Tagesablauf werde individuell gestaltet. Gemeinsam mit dem Therapeuten werde dann "viel gegraben und Ursachenforschung betrieben". Ob in einer klassischen Einzeltherapie, einer Gesprächstherapie, Musik- oder Sporttherapie, sei jedem selbst überlassen. Ebenso wichtig wie die eigene Neufindung und Umstrukturierung des Lebens sei es laut Elvers "sich selbst zu verzeihen". Denn diese Krankheit gehe mit Scham einher und habe "mit vielfältigen äußerlichen Einflüssen zu tun".

Außerdem komme es auf die eigene Einstellung an: "Wenn man nur dem Druck von außen oder dem Druck der Familie nachgibt, bringt ein Entzug überhaupt nichts. Man muss es selbst wollen." An Ullrich richtet Elvers aufmunternde Worte: "Ich drücke Jan fest die Daumen. [...] In meinen Augen sind seine Kinder sein größter Ansporn wieder gesund zu werden."

 

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