Finanzieller Verlust für Bayern Wechsel zum OSC Lille perfekt - Die Gründe für den Sanches-Abschied aus München

, aktualisiert am 23.08.2019 - 21:45 Uhr
Verlässt den FC Bayern und spielt zukünftig für den OSC Lille: Renato Sanches. Foto: Augenklick/GES/Werner Eifried

Renato Sanches verlässt den FC Bayern Richtung Lille – für 25 Millionen Euro.

 

München - Am Freitagnachmittag landete Renato Sanches in Lille. Nach erfolgreichem Medizincheck setzte er sein Autogramm unter einen Fünfjahresvertrag. So schnell kann’s gehen. Im Juli noch für unverkäuflich erklärt, weil mit großem Potenzial gesegnet, Ende August ruckzuck verkauft. Der ehemalige "Golden Boy" Sanches, der beste Nachwuchsspieler der EM 2016, wechselt also vom FC Bayern zum französischen Erstligisten OSC Lille. Dies bestätigte der Deutsche Rekordmeister am Freitagabend auf seiner Homepage.

Transfer fix - Renato Sanches wechselt zum OSC Lille

Die Vereine sollen sich auf eine Ablösesumme zwischen 20 und 25 Millionen Euro plus Bonuszahlungen geeinigt haben. Vorbei das ständige Theater um den 22-jährigen Portugiesen, der 2016 als EM-Champion für 35 Millionen Euro Ablöse von Benfica Lissabon nach München kam, sich aber trotz seines großen Talents nie einen Stammplatz erobern konnte und 2017/18 für eine Saison an Premier-League-Klub Swansea City ausgeliehen war. Auch dort, an der rauen walisischen Küste, scheiterte Sanches.

Ein über drei Jahre unerfülltes Versprechen, letztlich ein Missverständnis.

In der Bayern-Bilanz des Mittelfeldspielers stehen 53 Pflichtspiel-Einsätze, meist jedoch nur eingewechselt, zwei Tore und drei Vorlagen – viel zu dünn für einen, der sich stets zu Höherem berufen sah. Als er letzten Freitag beim 2:2 gegen Hertha nur fünf Minuten als Joker spielen durfte, schwänzte er das unmittelbar nach Abpfiff anberaumte Sprint-Training für die Reservisten und bekam dafür eine 10.000-Euro-Strafe von Trainer Niko Kovac.

Training geschwänzt - Sanches kassiert 10.000-Euro-Strafe

Nun also ab in Frankreichs rauen Norden. Dort setzt man auf seine Dynamik. Und: Der Vizemeister der Ligue 1 hat immerhin einen Startplatz in der Gruppenphase der Champions League sicher.

Ein Verlust, jedoch eher ein finanzieller in der Bilanz. Der Vorteil: Kovac gewinnt mehr Ruhe in der Kabine, denn der oft über zu wenig Einsatzzeiten motzende Jungstar ist weg. Und die Neuzugänge fürs defensive Mittelfeld, Cuisance und Roca, werden sich erst einmal demütig und brav hinten anstellen.

 

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