Das Ende einer Ära Nach 104 Jahren in der Isarvorstadt: Klavier Hirsch zieht nach Giesing

Voraussichtlich im Oktober endet eine Ära am Sendlinger Tor, aber in Giesing geht’s weiter. Foto: Myriam Siegert

Nach 104 Jahren zieht das Fachgeschäft vom Sendlinger Tor weg. Die AZ erklärt, warum es von der Isarvorstadt nach Giesing geht.

Isarvorstadt - Am Sendlinger-Tor-Platz ist gerade viel in Bewegung – Autos, Radler, Fußgänger drängeln sich mit Baumaschinen auf und um die Kreuzung. Doch nicht nur auf der Baustelle rund um den U-Bahnhof ändert sich etwas - auch am südöstlichen Ende hin zum Glockenbachviertel wird sich etwas tun. Das Traditionsgeschäft Klavier Hirsch zieht weg. Für viele Münchner, selbst die, die nicht zur Piano-Kundschaft zählen, ist das sicherlich eine Veränderung, die mindestens auffällt. Immerhin sitzt das Geschäft seit 1914 hier am Eck zur Lindwurmstraße.

Die vierte Generation steht ihn den Startlöchern

Im Herzen Münchens, nämlich seit 1888, sitzt das Fachgeschäft sogar noch länger, anfangs noch in der Fürstenfelder Straße. Die heutige Inhaberin Verene Hirsch übernahm 1983 nach dem Tod ihres Mannes. Seit 1989 sind ihre Kinder Elisabeth und Carl im Geschäft dabei, nun kommt langsam der Nachwuchs, dann schon in vierter Generation, ins Spiel: Die Söhne Christian, Musikfachhändler, Maximilian und Andreas, beide Klavierbaumeister. Die freuen sich besonders auf das neue Geschäft, sagt Elisabeth Hirsch-Hüttenhofer.

Über den Umzug habe man schon länger nachgedacht, man wolle moderner werden und am Sendlinger Tor sei die Ladensituation über mehrere Etagen etwas schwierig. Genauso das Parken für die Kundschaft oder der Lieferverkehr. Jetzt habe sich etwas Geeignetes gefunden. In Obergiesing, an der Tegernseer Landstraße 135, entsteht der neue Laden. "Und Giesing", sagt sie, "ist ja auch ein schönes Viertel."

 

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