"Das bestimmende Gefühl war Chaos" ABBA feiern 40 Jahre ESC-Gewinn

Ein "Waterloo" wurde der Abend für ABBA wirklich nicht: Vor genau 40 Jahren gewann die schwedische Band in Brighton den "Grand Prix d'Eurovision". Das Jubliäum wird groß gefeiert. Mit neuen Veröffentlichungen, jeder Menge Parties - aber auch gemischten Erinnerungen an das "Chaos" rund um den Triumph.

 

Auf den Tag genau vor 40 Jahren wurde Musikgeschichte geschrieben: ABBA gewannen mit dem Song "Waterloo" in Brighton den Eurovision Song Contest - der damals noch "Grand Prix d'Eurovision" hieß. Neue Superstars waren geboren. Auch wenn Bandmitglied Björn Ulvaeus (68) in der Rückschau einige Nachteile des Überraschungssieges erkennt, wie er der Zeitung "Göteborgs Posten" verriet: Das Jubiläum wird nicht nur in Schweden und Großbritannien im großen Stile gefeiert.

Ein Highlight zum Jahrestag des Gewinns findet in Stockholm statt: Dort singt im erst ein Jahr alten "ABBA-Museum" erstmals ein frisch gegründeter ABBA-Chor - gebildet aus Fans der Band. Im Brighton Dome, der Stätte des ESC-Triumphes, gibt es ein "ABBAversary", im Londoner Tate Museum eine Gala. Auch eine neue CD-Box namens "Gold - 40th Anniversary Edition" samt Raritäten und B-Seiten sowie ein neuer Bildband kommen auf den Markt. Für die deutschen Fans hat TV-Promi Thomas Hermanns "40 Fakten zu ABBA" eingesprochen; zu sehen ist das Video auf Youtube.

Bei so viel Trubel könnte glatt die Gefahr bestehen, dass der 40 Jahre zurückliegende Triumph als reiner Glücksfall glorifiziert wird - ein Risiko, dem Ulvaeus aber rechtzeitig entgegen wirkt. In dem Gespräch mit der Zeitung "Göteborgs Posten" bringt er gemischte Gefühle zum Ausdruck. "Das dominierende Gefühl war Chaos", erinnert er sich an den großen Tag. "Zuerst war es Nervosität, Nervosität, Nervosität - so sehr, dass alles andere in den Hintergrund trat. Dann hatten wir es geschafft und das Chaos begann." Bisweilen sei es "ein Klotz am Bein" gewesen, als "Eurovision-Gewinner abgestempelt zu sein", findet er.

Auch ein weiterer Schatten hängt über dem großen Jubiläum: Denn eine Zusammenkunft der vier Mitglieder der legendären Band wird es nicht geben. Wie die dänische Zeitung "Billed Bladet" herausgefunden hat, hatte zunächst allein Ulvaeus' Kollege Benny Andersson (67) vor, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen: Er werde im ABBA-Museum einige Melodien auf seinem dort ausgestellten Klavier spielen, heißt es. Die anderen drei ABBA-Stars werden sich allem Anschein nach nicht dort einfinden.

 

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