«Dantedì» Italien schafft Dante-Gedenktag am 25. März

Das Dante-Denkmal auf der Piazza Dante in Neapel. Foto: Klaus Blume/dpa/dpa

Im kommenden Jahr wird Italien den 700. Todestag Dantes groß feiern, so wie 2015 auch schon sein 750. Geburtstag begangen wurde

 

Rom - Italien ehrt seinen Nationaldichter Dante Alighieri (1265-1321) mit einem Gedenktag. Der Ministerrat beschloss am Freitag, den 25. März zum "Dantedì" zu machen. Künftig solle dann jedes Jahr mit vielen Initiativen - vor allem in Schulen, Universitäten und Kultureinrichtungen - an den Poeten erinnert werden, teilte das Kulturministerium in Rom mit.

Dante hatte in seinem großen Versepos "Die Göttliche Komödie" eine Wanderung durch die drei Reiche des Jenseits beschrieben: Die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies. Sie beginnt am Karfreitag des Jahres 1300 und dauert eine Woche. Wissenschaftler sind übereingekommen, dass es sich bei dem Anfangstag der Reise um einen 25. März handle.

Die "Göttliche Komödie" zählt zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Sie machte das Italienische zur Literatursprache und hat Denken und Vorstellungswelt Europas mitgeformt. "Dante erinnert uns an viele Dinge, die wir gemeinsam haben: Dante ist die Einheit des Landes, Dante ist die italienische Sprache, Dante ist die Idee von Italien selbst", sagte Kulturminister Dario Franceschini.

Der seit längerem diskutierte "Dantedì" erinnert entfernt an den "Bloomsday" (16. Juni), an dem Literaturfans an den irischen Schriftsteller James Joyce (1882-1941) erinnern. In dessen Hauptwerk "Ulysses" streifte Romanhelden Leopold Bloom am 16. Juni 1904 einen Tag lang durch Dublin.

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