"Da stimmt etwas nicht" Hecking verteidigt Bayern-Trainer Kovac

Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking (rechts) und Bayern-Coach Niko Kovac bei der PK nach dem 3:0-Sieg der Gladbacher in München. Foto: Matthias Balk/dpa

Wieder springt ein Trainer-Kollege dem ins Kreuzfeuer der Kritik geratenen Bayern-Coach Niko Kovac zur Seite. Gladbach-Trainer Dieter Hecking wirbt dabei generell um mehr Vertrauen der Vereine.

 

Mönchengladbach/München - Auch Dieter Hecking hat sich in die jüngste Diskussion um Niko Kovac eingeschaltet. "Der FC Bayern galt unter Niko Kovac vor drei Wochen noch als unschlagbar. Zwei Spieltage später wird von einer Kovac-Krise gesprochen. Da stimmt im Moment etwas ganz grundsätzlich nicht", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach über seinen Kollegen in München.

Zuletzt hatte erst Jörg Schmadtke Kovac in Schutz genommen und wenig Verständnis für die Diskussionen um den Kroaten gezeigt. "Ich finde es ehrlich gesagt Wahnsinn. Ich finde es verrückt und nicht angebracht", sagte der Geschäftsführer des nächsten Bayern-Gegners VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr live bei Sky und im AZ-Liveticker).

Der FC Bayern hat die vergangenen vier Partien nicht gewinnen können und liegt aktuell nur auf Rang sechs der Bundesliga-Tabelle. (Lesen Sie hier: Kovac empfängt seine gebeutelten Stars)

Hecking fordert mehr Rückendeckung für Trainer

Gladbach-Coach Hecking sorgt sich um den Respekt vor Fußball-Lehrern und wirbt um mehr Vertrauen der Vereine in die Arbeit seiner Kollegen. "Mir missfällt, wie schnell unsere Arbeit schlechtgeredet wird. Die Ungeduld, die sich inzwischen schon nach zwei, drei schwächeren Spielen breitmacht, ist völlig überzogen", klagte er in der "Sport Bild".

Und:  "Wenn wir wirklich nur noch nach den nackten Ergebnissen der letzten vier, fünf Wochen beurteilt werden, dann brauchen wir künftig nur noch von einer bis zur nächsten Länderspielpause zu denken. Diese Entwicklung halte ich für gefährlich."

Hecking ergriff Partei für seinen am 7. Oktober beim VfB Stuttgart freigestellten Kollegen Tayfun Korkut. "Ich habe gelesen, dass Tayfun Korkut seit seinem Amtsantritt aus 21 Spielen 36 Punkte geholt hat. Ohne die Hintergründe der Entlassung zu kennen, sage ich: Wenn so eine Bilanz nicht ausreicht, um als Trainer des VfB Stuttgart auch mal eine schwächere Phase überstehen zu können und Vertrauen zu genießen, haben wir Trainer alle ein Problem."

 

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