Copyright-Fall um "Blurred Lines" Pharrell Williams: "Gefühle sind kein Eigentum"

Pharrell Williams bei den Grammy Awards in Los Angeles Foto: Jordan Strauss/Invision/AP

Er soll Millionen wegen einer Urheberrechtsverletzung zahlen - jetzt hat sich Pharrell Williams dazu geäußert. Er warnt davor, dass sämtliche Kreativität getötet werde, wenn sich Künstler nicht mehr inspirieren lassen dürfen.

 

Los Angeles - "Emotionen kann man nicht besitzen", erklärt Sänger Pharrell Williams (41, "Happy") in seinem ersten Interview, seit er im Copyright-Fall um "Blurred Lines" (2013) verloren hat. Die Entscheidung könne einen ernüchternden Effekt auf kreative Prozesse haben, warnte Williams laut "Variety" in der "Financial Times". "Das Urteil belastet alle Kreativen da draußen, die etwas machen, das von jemand anderem inspiriert ist", sagte er.

Das gilt laut Williams für "Mode, Musik, Design... für alles". Wenn man die Freiheit verliere, inspiriert zu werden, "wird die Unterhaltungsindustrie, wie wir sie kennen, eines Tages von Rechtsstreitigkeiten lahmgelegt worden sein. Es gehe darum, die geistigen Rechte der Leute zu schützen, die Ideen haben.

Ein Gericht in Los Angeles hatte entschieden, dass Williams' Song "Blurred Lines" das Urheberrecht von Marvin Gayes (1939-1984) "Got to Give It Up" verletze. Williams und Robin Thicke (38) sollen daher 7,3 Millionen Dollar an die Familie des Sängers zahlen. Die hat inzwischen auch eine gerichtliche Verfügung beantragt, um die Weiterverbreitung von "Blurred Lines" zu stoppen.

Williams hält dagegen, dass er mit seinem Lied kein Copyright verletzt hätte: "Du kannst keine Gefühle besitzen und du kannst keine Emotionen besitzen..." Alles, was uns in einem Raum umgebe, sei von etwas oder jemandem inspiriert, fügt er hinzu. "Wenn du das tötest, gibt es keine Kreativität mehr."

 

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