Comeback 14 Jahre Comedy für die Ewigkeit: Das Monty-Python-Phänomen

Die für ihren schwarzen Humor heiß geliebte britische Comedy-Crew Monty Python plant ihr Comeback. Zeit für einen Rückblick: spot on news fasst die Highlights der Karriere der Kult-Komödianten zusammen.

 

London - Die legendäre britische Comedy-Gruppe Monty Python plant ihr Comeback! Noch diese Woche soll die Rückkehr Berichten zufolge auf einer Pressekonferenz offiziell bestätigt werden. Wenn es tatsächlich so kommt, dann werden in absehbarer Zeit ganz alte Hasen der Comedy den Jungspunden das Fürchten lehren: Denn begonnen hat die Truppe bestehend aus Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin ihre Comedy-Karriere bereits 1969 mit der Comedy-Show "Monty Pythons Flying Circus".

Ganz untypisch für die damalige prüde Zeit wurden in der TV-Sendung unter anderem Themen wie Sexualität und Gewalt angesprochen. Auch staatliche und gesellschaftliche Autoritäten nahmen die Komiker auf's Korn - bisweilen in ziemlich direkter Form. Eine kleine Spitze gegen das britische Fernsehen wurde schnell zum Markenzeichen: John Cleese verkörperte in der Show unter anderem einen BBC-Moderator, der jeden neuen Sketch mit dem berühmten Satz "Und nun zu etwas völlig anderem" einleitete.

Nach dem Ende der Serie im Jahr 1974 wagte sich die Gruppe ins Filmgeschäft. Dem ersten Film "Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft", der eine Sammlung der besten Sketche des Flying Circus enthielt, folgte das Projekt "Die Ritter der Kokosnuss". Dieser Streifen musste trotz zahlreicher Sponsoren, wie zum Beispiel der Rock-Band Pink Floyd, mit geringem Budget umgesetzt werden. Mit ihrem unverwechselbaren Humor veräppelten die Pythons darin die Sage um König Artus und dessen Suche nach dem Heiligen Gral. Aber auch die alte Feindschaft zwischen Britannien und Frankreich wurden schonungslos verunglimpft. Mit britisch-französischen Dialogen wie: "Ich bin unbesiegbar!" - "Nein, ein armer Irrer!" mauserte sich die Komödie über die Jahre hinweg zum Kultfilm.

Den größten Erfolg feierten die Briten allerdings 1979 mit dem Film "Das Leben des Brian". Hauptfigur Brian wird zur selben Zeit geboren wie Jesus Christus - und am laufenden Band mit diesem verwechselt. In urkomischen Szenen wird das Neue Testament durch den Kakao gezogen. Fast ein Sakrileg! "Wir folgten einem Stern!", sagen etwa die Heiligen Drei Könige. "Sternhagelvoll seid Ihr!", antwortet darauf Brians Mutter. Trotz vieler Proteste christlicher Bewegungen, vor allem in den USA, schaffte es der Film zu großer Bekanntheit - für einige Leute - etwa die Linkspartei-Chefin Katja Kipping - gehört er zur alljährlichen Weihnachtstradition.

Was nicht viele wissen: Monty Python feierten hierzulanden nicht nur Kino-Erfolge, sie brachten auch einmal ihre legedäre Fernsehsendung "Monty Pythons Flying Circus" nach Deutschland: Fernsehproduzent Alfred Biolek war großer Fan der Gruppe und holte sie 1971 nach München, um eine Folge ihrer Serie speziell fürs deutsche Fernsehen aufzuzeichnen. Cleese und seine Kollegen schrieben Sketche, die dann übersetzt und in deutscher Sprache aufgezeichnet wurden. Ob die Zuschauer den englischen Humor schätzten oder sich einfach darüber amüsierten, wie sechs Engländer mit unterschiedlichem Erfolg die deutsche Sprache meisterten: "Monty Pythons Fliegender Zirkus" kam so gut an, dass im darauffolgenden Jahr eine weitere Folge in Deutschland gedreht wurde - dann allerdings auf Englisch.

Der bisher letzte Film der Gruppe, "Der Sinn des Lebens", zeigte 1983 viele Szenen aus dem alltäglichen Leben und scheiternde Versuche, den Sinn unseres irdischen Daseins zu finden. An den Erfolg von "Das Leben des Brian" konnte aber keine der anderen Produktionen anknüpfen. Als dann 1989 Graham Chapman an Krebs verstarb, schien auch die Zeit von Monty Python vorbei. Aber wie wir jetzt wissen, möglicherweise nur vorübergehend: Comedy-Fans weltweit warten nun gespannt auf Neuigkeiten rund um das angekündigte Comeback.

 

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