Christopher-Street-Day Rund um den CSD: Schwule Ampelmännchen für München

München bekommt zum Christopher Street Day (CSD) schwule Ampelmännchen und lesbische Ampelfrauen. Die speziellen Scheiben, die rund um den CSD am 11. Juli an einzelnen Ampeln angebracht werden sollen, kosten insgesamt rund 10 000 Euro und können immer wieder verwendet werden. Foto: dpa

Vom 6. bis 11. Juli stehen die Ampeln in München auf tolerant. Rund um den Christopher-Street-Day sollen Ampelpärchen - sowohl Hetero-Paare als auch schwule und lesbische Paare - in der Münchner Innenstadt den Verkehr regeln.

 

München - Sie haben sich noch nie über das Liebesleben von Ampelmännchen Gedanken gemacht? Echt nicht? Die Österreicher haben das schon – und sind zu dem Schluss gekommen, dass man doch recht wenig über dieses Männchen weiß, das immer so brav den Fußverkehr regelt.

Als Konsequenz des kleinen Gedankenexperiments haben die Österreicher einige Ampeln in ihrer Hauptstadt Wien umgerüstet. Ob man gehen darf oder stehen bleiben muss, zeigen dort seit ein paar Tagen verliebte Ampelpärchen  an – darunter Hetero-Paare, aber auch schwule und lesbische Paare. Man weiß eben nicht so genau, was für Vorlieben das Ampelmännchen hat. Als „Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit und das liberale Miteinander“ bewertet die grüne Stadträtin Lydia Dietrich die Wiener Initiative – und hat die neuen Ampel-Motive gleich nach München importiert.

Rund um den Christopher-Street-Day sollen die Ampelpärchen dieses Jahr nun auch in der Münchner Innenstadt den Verkehr regeln, das hat am Dienstag der Stadtrat beschlossen. Die CSU war zwar nicht sonderlich begeistert von der Idee, dass das Ampelmännchen aus seinen keuschen Lebensverhältnissen befreit werden soll. Am Ende setzten sich die Anhänger des Wiener Vorbilds allerdings durch. Vom 6. bis 11. Juli stehen die Ampeln in München nun auf tolerant.

 

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