Christlicher Brauch Leonhardiritt: Ein Festzug für St. Leonhard

So schön war der Leonhardiritt: Bei strahlendem Sonnenschein zog der Traditions-Zug vom Schliersee nach Fischhausen. Die schönsten Bilder. Foto: Uwe Lein/dapd

Ein anderer Heiliger, Petrus, hatte offenbar gute Laune: Bei strahlendem Herbstwetter fand am Sonntag die traditionelle Leonhardifahrt von Schliersee nach Fischhausen statt.

 

Fischhausen - Auf Hochglanz gestriegelt und farbenfroh herausgeputzt stehen die Rösser alljährlich im Mittelpunkt dieser herbstlichen Wallfahrt. Die Teilnehmer brachen um 9 Uhr in Schliersee auf.

Am See entlang ging es dann zur Leonhardi-Kirche in Fischhausen. Dort feierten Wallfahrer und viele hundert Besucher einen festlichen Gottesdienst im Freien. Dabei bekamen auch die Rösser ihren traditionellen Segen.

Der Leonhardiritt gehört zu den ältesten christlichen Bräuchen in Bayern. Er findet zu Ehren des heiligen Leonhardt von Limoges statt – an dessen Gedenktag, dem 6. November, oder einem benachbarten Wochenende.

Leonhard ist der Schutzheilige der landwirtschaftlichen Tiere, heute vor allem der Pferde. Bei den Bauern galt er auch als Stallheiliger, den man um Hilfe bat, wenn ein Tier erkrankte oder die Geburt eines Kalbes oder Fohlens bevorstand.

 

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