Chaos im Berufsverkehr Personen im Gleis: Stammstrecken-Sperrung am Freitag

Die "Aktion Münchner Fahrgäste" fordert eine bessere Bestreifung, um den Schutz der Bahnstrecke zu erhöhen. Foto: dpa/AZ

Am Freitagmorgen musste mal wieder die Stammstrecke gesperrt werden. Der Grund: Personen im Gleis. Es kam den gesamten Morgen über zu erheblichen Verzögerungen. Die Kritik folgte prompt.

 

München - Für die leidgeplagten Pendler fast schon Routine: Die Stammstrecke ist mal wieder dicht, S-Bahnen fallen aus, verzögern sich und so weiter und so fort. Auch am Freitag meldete der Streckenagent der Münchner S-Bahn gegen 6 Uhr mal wieder die Sperrung der Stammstrecke.

Die dazugehörige Meldung lautete: "Personen im Gleis". Zwar wurde die Sperrung nach einer halben Stunde wieder aufgehoben, aber das Chaos im morgendlichen Berufsverkehr war perfekt. Erst Stunden später fuhr die S-Bahn wieder planmäßig.

 
 

Kritik der "Aktion Münchner Fahrgäste"

Die "Aktion Münchner Fahrgäste" nahm den Vorfall vom Freitag zum Anlass einer umfassenden Kritik an der S-Bahn München. Natürlich wolle man, dass niemand beim S-Bahn-Betrieb zu Schaden kommt, aber durch die ständigen Störungen des Bahnverkehrs würden die Fahrgäste in einem nicht mehr vertretbaren Maße geschädigt.

Die Aktion fordert deswegen bauliche Veränderungen, die ein Betreten der Gleise erschweren. Polizeibehörden sollten zudem durch eine bessere Bestreifung den Schutz der Bahnstrecken erhöhen.

"Die Stammstrecke der Münchner S-Bahn muß durch einen Zaun vor dem Eindringen von Unbefugten geschützt werden. Daran führt nun kein Weg mehr vorbei" sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste.

 

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