Champions League gegen Real Finale! Diese 11 Gründe sprechen für Bayern

Der FC Bayern muss gegen Real ein 0:1 aufholen, um ins Finale der Champions League einzuziehen. „Wir wollen Geschichte schreiben“, sagt Robben. Elf Gründe, warum der Titelverteidiger triumphiert.

 

München - Nur die armen Nordkoreaner schauen in die Röhre. In 208 von 209 Fifa-Mitgliedsverbänden wird am Dienstag dieser einzige wirkliche Klassiker des europäischen Fußballs, dieses Duell der Superlative zwischen Bayern und Real Madrid übertragen. 108 TV-Sender werden live berichten, 880 Reporter haben sich angekündigt – so viele wie noch nie in einem Nicht-Final-Spiel.

Eigentlich ist dieses Halbfinal-Rückspiel ja schon das Finale. Bei allem Respekt – und trotz der Aussicht auf die Revanche fürs Drama dahoam gegen Chelsea: Spektakulärer als das ewige Duell gegen Real kann es nicht mehr werden für die Bayern in dieser Saison. Es gilt, das 0:1 aus dem Hinspiel auszumerzen, Real Madrid als Madrid Club de Futbol nach Hause zu ihrem Edel-Fan, dem König, zu schicken und sich selbst die Krone aufzusetzen.

Elf Gründe, wieso Bayern die wahren Könige sind – und Madrid weiter träumen muss vom zehnten Titel:

Weil Bayern geiler auf die Titelverteidigung ist als Real auf die Décima: Seit zwölf Jahren rennt Real diesem fixen Traum von der Décima, dem zehnten Titel, hinterher. „Für die Fans ist es eine Obsession, das setzt uns ein wenig unter Druck“, hat Superstar Cristiano Ronaldo schon zugegeben. Bayern dagegen will unbedingt als erste Mannschaft den Titel verteidigen. „Wir haben diesen Traum, nach Lissabon zu fliegen. Wir brauchen Passion in jeder einzelnen Sekunde“, sagt Guardiola, „die Chance, nochmal ein Finale zu spielen, muss uns beflügeln.“ Wird sie auch. „Wir sind noch immer hungrig, noch immer motiviert, wir können und wollen Geschichte schreiben“, sagt Arjen Robben mit einem nonchalanten Lächeln.

Weil die Fans Bayern beflügeln werden: Anders als im Bernabeu, wo nur Opernpublikum sitzt, beherrschen die Münchner Oper und Schlachtfeld. „Wir können es nicht alleine schaffen, die Fans werden bei uns sein. Die Fans wollen auch das Finale“, sagt Guardiola. „Wir brauchen die Fans. Real weiß, dass ihnen hier nichts geschenkt wird. Von niemandem.“

Weil Bayern sich nicht nur auf zwei Superstars verlassen muss. Ronaldo und Bale – schön und gut, doch bei Bayern stimmt es kollektiv, da nehmen sich selbst die Superstars zurück – und helfen einander. „Wir werden gut schlafen, gut essen und uns morgen in die Augen schauen und dann zusammen diesen Traum leben.“

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Weil drei Niederlagen unter der Leitung von Schiedsrichter Pedri Proenca (unter anderem das Drama Dahoam) genug sind!

Weil Bayern zielstrebiger spielen wird als im Hinspiel: „Wir müssen effektiver spielen, mit mehr Zug zum Tor. Ich möchte mehr Aggressivität im Strafraum“, sagt Guardiola und fordert von den Stars nichts weniger als: „unbedingte Geilheit“.

Weil Bayern das Beste aus der deutschen, spanischen und holländischen Fußballschule in sich vereint hat und ihr Spiel im Gegensatz zu Reals schnellem Catenaccio State of the Art ist.

Weil Pep Real noch besser kennt als Carlo Ancelotti: 16 Mal hat Pep Guardiola als Trainer gegen Real gespielt, das unglückliche 0:1 letzte Woche war erst die dritte Niederlage. Dem stehen neun Siege gegenüber. Guardiola, der bisher jede Schwachstelle eines Gegners gefunden hat, kündigte am Montag an, in Sachen Taktik „noch eine Nacht drüber schlafen“ zu wollen. Real-Coach Ancelotti sollte dies als Warnung verstehen.

Weil Real von zehn Spielen in München keins gewonnen, dafür aber neun verloren hat.

Weil Real in Deutschland von 27 Spielen nur zwei gewonnen hat.

Weil 90 Minuten in der Allianz Arena sehr lang sind. Auf jeden Fall länger als im Bernabeu – 2012 titelte die „Marca“ mit diesem Spruch. Was als Provokation gemeint war, ging in die Hose: Bayern erreichte das Finale – im Elfmeterschießen.

Weil: Bestia Negra. Ganz einfach.

 

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