Burschenschaft Rechtes Treffen in Bogenhausen!

Einladend: Im Cimbria-Haus in der Cuvilliésstraße treffen sich die Burschen am Wochenende. Foto: Petra Schramek

Am Wochenende trifft sich der Rechtsaußen-Flügel der Burschen. Eine der Münchner Verbindungen wird vom Verfassungsschutz beobachtet...

Bogenhausen - Burschenschaftler wohnen in mondänen Villen, haben Erfolg bei den Frauen und gehören zur deutschen Elite. Dieses Bild zeichnen die zwei Münchner Burschenschaften Cimbria und Danubia von sich auf ihren Internetseiten. Weil Vernetzung alles ist, trifft sich die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG), der Rechtsaußen-Flügel, am Wochenende zu einem dreitägigen Seminar in der Villa von Cimbria in der Cuvilliésstraße.

Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass auch die Burschenschaft Danubia dabei sein wird. Der Verfassungsschutz beobachtet die Aktivitas, die studierenden Burschen, seit 2001. Immer wieder tauchen sie als „erwähnenswerte rechtsextreme Organisation“ im Verfassungsschutzbericht auf. 2001 versteckte sich der mutmaßliche Haupttäter eines rassistischen Übergriffs auf einen Griechen im Danubia-Haus in der Möhlstraße.

In diesem Haus sprechen seit Jahren immer wieder rechtsextremistische Referenten bei den „Bogenhausener Gesprächen“. So 1998 und 2011 der rechte Publizist Jürgen Schwab und der Holocaust-Leugner Wilhelm Stäglich.

2006 zeigte Danubia die „Kleine Deutsche Kunstausstellung“ mit Werken von NS-Künstlern wie Georg Sluyterman und Rudolf Warnecke. „Der Titel war ein unverhohlenes NS-Zitat: In München fand achtmal die ’Große Deutsche Kunstausstellung’ statt, deren Künstlerauswahl Adolf Hitler persönlich beaufsichtigte.“, schreibt der Verfassungsschutz auf AZ-Anfrage. „Wer eine Ausstellung mit solchem Titel und solchen Exponaten veranstaltet, lässt Rückschlüsse darauf zu, dass er den Nationalsozialismus nicht nur in künstlerischer, sondern auch in politischer Hinsicht für vorbildhaft hält.“

Als Vorsitzende der BG scheint die Cimbria Nähe zu diesen Rechtsextremen nicht zu stören. Andere Burschen wollen das nicht mehr mittragen: Viele sind aus dem Dachverband ausgetreten, weil ihnen der Kurs der radikalen Burschen zu sehr nach Rechtsaußen ging.

 

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