Burger, Burrito & Co. Zwei Festivals am Wochenende: Die Foodtrucks rollen an

Mit Liebe gemacht: die Pizza von Pizza Innovazione. Foto: privat

Dieses Wochenende wird München zur Hochburg des Streetfoods. Gleich zwei Festivals huldigen der schnellen Straßenküche.

Es war an Silvester, irgendwo in einem Innenhof in der Lindwurmstraße. Auf einer Party verkauften die Isardogs ihre heißen Würstchen. Allerdings nicht irgendwelche Würstchen: Gourmet-Hotdogs. Als Michael Pointl in einen davon biss, einen mit Jalapeños, Bacon und Barbecue-Soße – da war ihm sofort klar: Von solchem Streetfood braucht es noch viel mehr.

Dieses Wochenende gibt es nun tatsächlich viel mehr davon. Pointl hat gemeinsam mit Freunden ein eigenes Streetfood-Festival organisiert. „Fast Food muss nicht immer der Burger vom McDonald’s sein“, sagt der 30-Jährige. Den Beweis dafür will er diesen Sonntag beim Deine-Welt-Fest (12-2 Uhr) auf der Praterinsel antreten.

Für das Festival werden von nah und fern Kochkünstler mit ihren Imbissbuden anrollen. Wobei Imbissbude – der Begriff wird der Sache nicht gerecht. Es handelt sich dabei um sogenannte Foodtrucks, fahrende Hightech-Küchen, in denen kreative Köpfe ihre abgefahrenen Gerichte zubereiten.

München hat mittlerweile eine richtige Streetfood-Szene In München haben sich in den vergangenen Jahren einige findige Jungunternehmer mit einem solchen Foodtruck selbstständig gemacht. So ist eine richtige Szene entstanden. Die Isardogs gehören dazu, die Intolerante Isi oder auch die lustigen Pizzabäcker von Pizza Innovazione.

Keiner von ihnen hat das Kochbuch wirklich neu erfunden. Ihre Konzepte eint der Versuch, gängigem Streetfood eine neue Seite abzugewinnen. Mit ein paar Tricks und Kniffen werden so aus einfachen Snacks wie Burgern und Burritos außergewöhnliche neue Food-Kreationen.

Die Isardogs zum Beispiel haben sich ihre Soßen von Patrick Coudert zusammenmischen lassen, einem Schüler des Sternekochs Paul Bocuse. Und die Intolerante Isi trägt ihren Namen keineswegs wegen ihres Charakterzugs, sondern weil sich das Angebot von Imbissbetreiberin Isabella Hener vor allem an Menschen mit allerhand Lebensmittelunverträglichkeiten richtet. Ein dutzend Foodtrucks wird beim Deine-Welt-Fest zugegen sein.

Aus Berlin reist etwa das Geschwisterpaar Leila und Sidney Kristiansen mit ihrem „Comptoir de Cidre“-Stand an. Die beiden Franzosen sind für ihr Apfelwein-Steak bekannt, das 24 Stunden in Cidre eingelegt und danach elf Stunden „sous vide“ gegart wird.

Für die Kristiansen-Geschwister lohnt sich die lange Anfahrt, denn schon am Freitagabend steigt im „Mixed Munich Arts“ ein weiteres Streetfood-Festival (16-24 Uhr). Das ehemalige Heizkraftwerk in der Katharina-von-Bora-Straße wurde vor knapp einem Monat schon einmal zur „Hall of Taste“ – und wurde dabei von den Münchnern regelrecht überrannt.

Die Organisatoren haben sich deshalb entschlossen, im Februar jeden Freitag eine „Hall of Taste“ zu veranstalten – was wahrscheinlich eine gute Idee ist. Denn bis man sich durch all die Fisch-Burger, Currys und Crêpes durchprobiert hat – dafür braucht man schon eine Weile. Der Hunger von einem Tag jedenfalls reicht dafür niemals.

 

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