Bundespolizei nimmt Verdächtige fest Verfolgungsjagd auf A93: Auto durchbricht Grenzkontrolle

, aktualisiert am 04.01.2018 - 15:39 Uhr
Bei einer Grenzkontrolle auf der A93 ist es Donnerstagmorgen zu einem Zwischenfall gekommen. Foto: Bundespolizei

Bei Grenzkontrollen der Bundespolizei auf der A93 hat es am Donnerstagmorgen einen Zwischenfall gegeben. Ein Auto durchbrach die Sperre, es kam zu einer Verfolgungsjagd. Zwei Verdächtige konnten festgenommen werden.

 

Kiefersfelden - Die Bundespolizei kontrolliert auch im neuen Jahr weiter an Bayerns Grenzen. Bei einer solchen Grenzkontrolle ist es am Donnerstagmorgen zu einem Zwischenfall gekommen.

Der Bundespolizei zufolge durchbrach ein Auto bei den Kontrollen den Sperrposten auf der A93. Zuvor missachtete der Fahrer die Anhaltesignale der Beamten, stattdessen beschleunigte er und fuhr durch die Kontrollstelle.

Täter-Pärchen setzt Flucht zu Fuß fort

Es folgte eine Verfolgungsjagd über die Inntalautobahn bis nach Kiefersfelden. Gerade als sich die Beamten mit ihrem Wagen vor das Fahrzeug der Flüchtigen setzen wollte, bogen diese in eine Seitenstraße ab. Die Polizisten mussten daraufhin zurücksetzen, danach bogen sie ebenfalls in die Straße ein. Diesen Moment nutzten die Verdächtigen aus, sie ließen VW-Bus stehen und flüchteten zu Fuß. Die Polizisten kamen zu spät – sie konnten nicht mehr erkennen, wohin die Verdächtigen geflüchtet waren.

Wenig später wurde die Bundespolizei in Rosenheim alarmiert, dass ein Zugbegleiter zwei Personen in Oberaudorf von der Weiterfahrt mit einer Regionalbahn ausgeschlossen hatte. Der Mann und die Frau waren in Kiefersfelden in den Zug gestiegen und hatten keine gültige Fahrkarte dabei. Da die Polizei nicht ausschließen konnte, dass es sich bei den beiden Schwarzfahrern um die Flüchtigen handelte, kam eine Streife zur Haltestelle in Oberaudorf.

Vor Ort leugneten die beiden, dass sie zuvor kontrolliert wurden – zusätzlich verstrickten sie sich in Widersprüchen. Dank eines Zeugenhinweises ging zuvor eine Personenbeschreibung ein – dank dieser konnten die beiden Täter letztendlich überführt werden. In Kiefersfelden hatte ein Anwohner gesehen, wie das Pärchen aus dem Fluchtwagen stieg und davonrannte. Der 23-Jährige, der im Alb-Donau-Kreis gemeldet ist, und seine 18-jährige Begleiterin, die aus dem Landkreis Göppingen stammt, wurden daraufhin festgenommen.

Ein Einhandmesser, das der gebürtige Russe mitführte, wurde sichergestellt. Erste polizeiliche Nachforschungen ergaben, dass das Fluchtfahrzeug vor einigen Tagen im Landkreis Ravensburg gestohlen worden war. Die Bundespolizisten überstellten die Festgenommenen zuständigkeitshalber der Polizeiinspektion Kiefersfelden. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat Grenze der Kriminalpolizei Rosenheim.

 

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