Bundesliga am Sonntag Selbstbewusste Gladbacher wollen FC Bayern ärgern

Am Sonntag trifft der FC Bayern in der Allianz Arena auf Borussia Mönchengladbach. Foto: AZ-Kombo| dpa

Auf dem Weg in die Champions League will sich Borussia Mönchengladbach auch von Tabellenführer FC Bayern nicht aufhalten lassen.

 

Mönchengladbach - Ehrgeiz statt Ehrfurcht, Selbstvertrauen statt Selbstzweifel: Borussia Mönchengladbach will sich auf dem Weg in die Champions League auch von Branchenprimus Bayern München nicht aufhalten lassen. "In diesem Spiel können wir beweisen, wie gut wir sind. Wir glauben fest an uns und fahren nach München, um etwas mitzunehmen, da gibt es keine Diskussion", sagte Oscar Wendt vor dem Gastspiel des fünfmaligen deutschen Meisters am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) beim souveränen Spitzenreiter an.

Neun Spieltage vor Saisonende hat die Mannschaft von Trainer Lucien Favre beste Aussichten, erstmals in die Gruppenphase der europäischen Königsklasse einzuziehen. Die starken Auftritte in der Liga haben die Ansprüche am Niederrhein wachsen lassen. Frucht vor dem deutschen Rekordmeister haben die Gladbacher nicht. "Gladbach wird nicht vor Bayern München kuschen", sagte Sportdirektor Max Eberl selbstbewusst im Sport1-Interview, und auch Favre betonte: "Wir haben keine Angst, gegen diese Mannschaft zu spielen."

Eberl und Favre stört auch nicht die schwache Bilanz der Borussia bei Gastspielen beim großen Rivalen aus den 70er-Jahren. Lediglich zwei Bundesligasiege (2:1 am 14. Oktober 1995, 1:0 am 7. August 2011) gelangen den Gladbachern in München. "Wir haben in den letzten Jahren in München immer relativ gut ausgesehen und haben Bayern gefordert. Das wollen wir auch diesmal wieder tun", sagte Eberl. Lob gab es daher auch vom Gegner. "Die Entwicklung in Gladbach ist atemberaubend", sagte Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer: "Die Mannschaft ist gesund gewachsen - auf ein Top-Niveau. Das nötigt uns viel Respekt ab."

Beim torlosen Unentschieden in der Hinrunde hatte das Favre-Team den deutschen Meister am Rande einer Niederlage. Daher will auch Torhüter Yann Sommer nicht schon im Vorfeld die Weiße Fahne schwenken. "Wenn es nur darum geht, die Zahl der Gegentreffer in Grenzen zu halten, dann stelle ich mich nicht ins Tor. Das ist nicht mein Anspruch", sagte der Schweizer Nationaltorhüter. An sein bislang letztes Gastspiel in der Münchner Arena hat Sommer allerdings schlechte Erinnerungen. Nach einem 1:0-Erfolg im Hinspiel ging der FC Basel im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League im März 2012 beim FC Bayern mit 0:7 unter.

Basel agierte damals ängstlich und viel zu passiv. Diesen Fehler wollen die Gladbacher am Sonntag unbedingt vermeiden. "Wir müssen versuchen, auch dem FC Bayern in gewisser Weise unser Spiel aufzudrängen. Über 90 Minuten wird das nicht möglich sein. Aber in bestimmten Situationen. Unterschätzen wird uns der FCB sicher nicht", sagte Sommer.

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Sein Landsmann Granit Xhaka sieht in einer reinen Defensivtaktik ebenfalls keinen Schlüssel zum Erfolg. "Wir werden versuchen, Fußball zu spielen und müssen bei Kontermöglichkeiten blitzschnell umschalten und mit einem Kontakt nach vorne spielen", sagte Xhaka.

 

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