Bundesbank Monatsbericht Wohnraum wird auch auf dem Land immer teurer

Wohnhäuser auf dem Land in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/dpa

Frankfurt/Main - Der rasante Anstieg der Immobilienpreise hat nach Beobachtung der Bundesbank auch die ländlichen Regionen in Deutschland voll erfasst.

 

In weiten Teilen der Republik hätten sich Häuser und Wohnungen im vergangenen Jahr erneut kräftig verteuert, stellen die Experten der Notenbank in ihrem Monatsbericht fest.

"Während der nach wie vor besonders hohe Preisauftrieb bei Wohnimmobilien in den deutschen Städten etwas nachgab, zogen die Immobilienpreise außerhalb der städtischen Gebiete im Vergleich zu den Vorjahren verstärkt an", heißt es in dem Bericht. Das liege auch daran, dass das Preisniveau in den Städten bereits so hoch sei, dass sich viele Menschen nach - zumindest etwas günstigeren - Alternativen im Umland umsähen.

Denn vor allem in Städten sieht die Bundesbank Preisübertreibungen. Dort lägen die Preise für Wohnimmobilien "weiterhin deutlich über dem Niveau, das durch die längerfristigen wirtschaftlichen und demografischen Einflussfaktoren gerechtfertigt erscheint".

Die Preise für Wohnimmobilien in Städten zogen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um mehr als acht Prozent an. In Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt/Main, Köln, München und Stuttgart waren es sogar mehr als neun Prozent. Für Mieter wurde es in Städten um bis zu vier Prozent teurer.

Günstige Hypothekenzinsen und die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt treiben die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden. Das schlägt sich allerdings auch in den Baupreisen nieder: Bauen verteuerte sich nach Angaben der Bundesbank 2018 erneut erheblich.

 

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