Bukow und König sind zurück "Polizeiruf 110: Kindeswohl": Lohnt sich der Krimi aus Rostock?

"Polizeiruf 110: Kindeswohl": König (Anneke Kim Sarnau) und Bukow (Charly Hübner) suchen Sami und Keno in Polen (mit Pawel Niczewski, Pawel Adamski und Maria Dabrowska) Foto: NDR/Christine Schroeder

Mit dem "Polizeiruf 110: Kindeswohl" meldet sich das Rostocker Sonntagskrimi-Team um Bukow und König zurück. Lohnt sich das Einschalten?

 

Kommissar Alexander "Sascha" Bukow (Charly Hübner, 46) und Profilerin Katrin König (Anneke Kim Sarnau, 47) melden sich im neuen Rostock-Krimi "Polizeiruf 110: Kindeswohl" (7.4., 20:15 Uhr, das Erste) besonders ernst zurück. Worum es dabei geht, ob sich das Einschalten lohnt? Die Antwort gibt es hier...

Worum geht's in diesem "Polizeiruf"?

In Rostock wird der Leiter eines privaten Kinderheims erschossen aufgefunden. Schnell gerät ein Heimkind unter Verdacht. Keno (Junis Marlon) ist jedoch verschwunden - und zusammen mit ihm offenbar auch Samuel (Jack Owen Berglund), der Sohn von Kommissar Bukow. War Samuel auch an der Tat beteiligt oder ist er eine Geisel von Keno? Der Rostocker Kripo-Chef Henning Röder (Uwe Preuss) überträgt Kommissarin König die Leitung der Ermittlungen. Die Spur der beiden Jugendlichen führt nach Polen...

Lohnt sich das Einschalten?

Ja! Der Rostock-Krimi ist sehr spannend, aufwühlend, sozialkritisch, nicht sehr blutig, stellenweise allerdings ziemlich brutal. Auch werden die Schockmomente meist nicht direkt gezeigt, im Kopfkino sind sie dafür umso intensiver. Bei aller Wiedersehensfreude über die beiden seltenen, aber stets grandios spielenden und herrlich schnörkellos kommunizierenden Stars im Sonntagskrimi, sei dennoch schon mal verraten, dass Kommissar Bukow selten fertiger war. Und auch Kollegin König, die sich in diesem Film nebenbei ein bisschen dem Online-Dating-Wahnsinn hingibt, wirkt ernster denn je.

Richtig betroffen macht einen aber die Perspektivlosigkeit der aggressiven und depressiven Jugendlichen und die Hilflosigkeit der Erwachsenen um sie herum: "Es gibt Kinder, die erreichen Sie nicht mehr. Weder mit Strenge noch mit Konsequenz..." Die im Film gezeigte Vermittlung der Jugendlichen ins Ausland gibt es übrigens wirklich. "Derzeit leben etwa 850 Kinder aus Deutschland in Pflegefamilien im europäischen Ausland", wird am Schluss des Films eingeblendet.

 

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