Buch von François Hollandes Ex Valérie Trierweiler: Süße Rache nach dem Liebes-Aus

Rache wird am besten kalt reserviert - oder wie in Valérie Trierweilers Fall mit einem Buch. In ihrem Werk "Merci pour le moment" rechnet die Journalistin mit ihrem ehemaligen Lebensgefährten, dem französischen Staatspräsidenten François Hollande, ab.

 

"Wenn die Liebe geht, was kommt dann, was kommt dann?", sang einst der französische Chansonier und Schauspieler Jean-Claude Pascal (gest. 1992). Womöglich hatte der Mann da schon eine dunkle Vorahnung, was passieren könnte, wenn der schlimmste aller Fälle eintritt: Es wird ein Buch geschrieben...

So endet auch die Geschichte von Valérie und François. Voll bittersüßer Schmerzen und den zarten, feinen Stichen mit dem Florett der Rache.

Valérie liebte François neun Jahre lang. Man könnte sagen: bedingungslos, denn dann verschließt einem die Liebe gemeinhin die Augen, selbst wenn man eine kritische und hypersensible Journalistin ist wie Valérie. Sie bekam nicht mit oder wollte nicht mitbekommen, wenn ihr Geliebter mit Helm nachts auf den Motorroller stieg und quer durch Paris zu der Anderen bretterte.

Irgendwann stand das 2013 in der Zeitung, mit Fotos etc., was natürlich megapeinlich war, denn François ist im Hauptberuf der Staatspräsident von Frankreich und seine Lebensgefährtin Valérie war die Erste Dame der Grande Nation. Und so wurde ein Schlussstrich unter die Liebe von Valérie Trierweiler (49) und François Hollande (60) gezogen, allerdings nicht ganz.

Heute ist in Paris das Buch "Merci pour le moment" ("Danke für die Zeit") erschienen, aus dem mehrere Medien vorab zitieren. Der Titel ist eher mit Ironie zu verstehen, denn die Autorin Valérie Trierweiler hat auf 320 Seiten ihre Beziehung mit dem französischen Präsidenten aufgearbeitet. Die "Süddeutsche Zeitung" urteilt: "Er kommt gar nicht gut weg."

Die dritte wichtige Figur dieser delikaten chronique scandaleuse ist die schöne Schauspielerin Julie Gayet (42). Sie war das Ziel von Hollandes nächtlichen Ausflügen, was schließlich die französische Ausgabe des Skandalblatts "Closer" aufdeckte.

Trierweiler schreibt, dass sie ihr Lebensgefährte selbst nach der Enthüllung noch angelogen habe. Schließlich habe er scheibchenweise mit der Wahrheit herausgerückt und die Liaison mit Gayet zugegeben. Auf die Frage, wie lange die Affäre schon dauere, habe er "erst drei, dann sechs, dann neun Monate" eingestanden. "Am Ende war es ein Jahr."

Diese Erkenntnis ließ Valérie im Schlafzimmer des Elysée-Palastes zusammenbrechen. Im Buch schildert sie folgende Szene: "Ich renne ins Badezimmer. Ich greife nach dem kleinen Plastikbeutel mit den Schlaftabletten." François rennt ihr hinterher, in dem Gerangel reißt der Beutel, die Pillen fallen auf den Boden. Sie bückt sich. "Ich schlucke, was ich kann. Ich will schlafen, ich will die nächsten Stunden nicht erleben. Ich spüre den Sturm, der mich umreißen wird, und ich habe keine Kraft, dem standzuhalten."

Am Ende kommt sie ins Krankenhaus - und Hollande trennt sich von ihr. Vorbei die großen Gefühle, die sie einmal "wie ein elektromagnetisches Feld" überkamen, als sie François 2005 kennen und lieben gelernt hatte. Da war er noch zusammen mit der französischen Spitzenpolitikerin Ségolène Royale (60), mit der er vier Kinder hat.

Nach dem Aus mit Ségolène und seinem Wahlsieg von 2012 zog Valérie mit François in den Präsidentenpalast. Und allmählich nahm sie bei ihrem Geliebten ein anderes Gesicht wahr: Beim Schminken für ein Staatsdinner fragte er sie: "Brauchst du so viel Zeit, um schön zu sein?" - "Ja, ein bisschen." - "Na ja, von dir wird ja auch nichts anderes verlangt."

Solchen Szenen haben ihr nachträglich die Augen geöffnet. "Er ist kalt. Er lacht nicht. Ich diene ihm, sich ins rechte Licht zu rücken."

Die Liebe von Valérie und François ist gegangen, aber auch die von François und der schönen Julie. Er ist wieder allein in seinem Palast - mit einem riesigen Haufen voller politischer Probleme. Da mag ihn der Rückblick auf seine Geschichte mit Valérie sentimental stimmen. Sie jedenfalls teilt den Buchlesern mit, dass er versucht habe sie "per SMS zurück zu locken". "Er redet von Liebe, aber glaubt er, was er da schreibt? Oder bin ich nur die letzte Laune eines Mannes, der nicht verlieren kann?... Er sagt mir, er werde mich wieder gewinnen - als wäre ich eine Wahl."

Der französische Chansonier Jean-Claude Pascal besang in einem weiteren Lied, was kommt, wenn die Liebe geht. "Ein leeres Glas ist die Welt." Auf François Hollande gemünzt heißt das: Flasche leer!

 

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