Brutaler Überfall München: Aggressiver Bettler (14) bedroht Jugendliche in der S-Bahn

In den Münchner S-Bahnen tauchen seit einigen Wochen vermehrt Bettler auf. Foto: Sven Hoppe/dpa, AZ/ms, AZ-Montage

Der Bundespolizei geht in München ein krimineller Teenager ins Netz, der für sein Alter schon einiges auf dem Kerbholz hat. Nach der Festnahme wird der 14-Jährige von seiner Mutter im Stich gelassen.

 

München - Der Bundespolizei ist am Montag ein jugendlicher Serientäter ins Netz gegangen. Der 14-Jährige, der durch wiederholtes aggressives Betteln in der Münchner S-Bahn aufgefallen ist, konnte durch Videoauswertungen identifiziert werden.

Die Polizei legt dem Jugendlichen mindestens drei Straftaten zur Last

Der erste Vorfall ereignete sich bereits am Morgen des 14. Juni in der S4 zwischen Ostbahnhof und Ebersberg. Ein jugendlicher Bettler legte jeweils ein Päckchen Papiertaschentücher auf die Sitze neben die Reisenden, dazu einen laminierten Bettelbrief mit den Worten: "Guten Tag! Entschuldigen Sie bitte. Ich bin ein Junge und habe 2 Schwestern und ich habe keine Hilfe. Bitte hilf mir! Dank von ganzem Herz! Gott segne ihre Familie! Gute Reise!"

Zwei Straftaten binnen einer Stunde

Ein Bub (14) aus Ebersberg bot dem bettelnden Teenager zwei Euro an. Doch damit wollte sich der Jugendliche nicht zufriedengeben. Auch mit zehn Euro ließ sich der Bettler nicht abspeisen. Er griff in den offenen Rucksack des Ebersbergers und nahm weitere 70 Euro an sich. Mit den ergaunerten 82 Euro verließ der Straftäter in Haar die S-Bahn und verschwand zunächst unerkannt.

Keine zwei Wochen später, am 27. Juni, das selbe Spiel: diesmal in der S7 zwischen Pullach und Solln. Zwei Bettler nötigten gegen 13 Uhr drei Jugendliche (jeweils 14 Jahre) aus Solln zur Herausgabe von Geld, obwohl die Teenager die angebotenen Papiertaschentücher nicht kaufen wollten. Das Duo drohte den Buben Schläge an, drückte sie gegen die Sitze und versperrte ihnen teilweise den Weg zum Ausgang. Einer der drei Schüler gab den Bettlern ein 50-Cent-Stück, damit er in Solln die S-Bahn verlassen konnte. Aufgrund der massiven Einschüchterungen nutzten die drei Schüler in den darauffolgenden Tagen nicht die S-Bahn, sondern wichen auf Bus und Fahrrad aus.

Jugendlicher Straftäter mittels Foto identifiziert

Nur eine Stunde nach diesem Vorfall trat der 14-Jährige erneut brutal in Erscheinung. Diesmal während der Fahrt mit der S7 von Großhesselohe nach Baierbrunn. Ohne ersichtlichen Grund suchte sich der 14-Jährige einen Teenager als neues Opfer aus und schlug dem Elfjährigen mit der Faust ins Gesicht. Ein Unbeteiligter, der auf die Situation aufmerksam wurde, trennte die beiden Jugendlichen und machte von dem Schläger, der zunächst unerkannt flüchten konnte, ein Foto.

In der Hoffnung, dass jemand den Täter erkennen würde, zeigte der Elfjährige das Bild bei Familie und Freunden herum. Vier Tage später, am 1. Juli, erkannte eine Cousine des Baierbrunners, die das Foto ebenfalls gesehen hatte, den jugendlichen Täter in der S-Bahn. Sie verständigte Mitarbeiter des zivilen Prüfdienstes, die den 14-Jährigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei an der S-Bahnhaltestelle Trudering festhielten.

Durch das Foto konnte die Polizei auch die anderen beiden Straftaten weitestgehend aufklären und den 14-Jährigen damit in Verbindung bringen.

Mutter lässt ihren Sohn im Stich

Bei der Bundespolizei wollte sich der festgenommene Teenager, der weder der deutschen Sprache mächtig ist, noch lesen oder schreiben kann, auch mit Dolmetscher zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Die Bundespolizei kontaktierte die Mutter des 14-Jährigen telefonisch, doch die war nicht bereit, ihrem Sohn zur Seite zu stehen und zur Wache zu kommen. Gegen die Frau wird nun ebenfalls ermittelt, unter anderem in zahlreichen Fällen des Erschleichens von Leistungen.


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