Brose Baskets Super-Suput rupft Albatrosse

War nicht zu halten an seinem Schokoladentag: Bambergs Predrag Suput überragte beim Sieg am Samstag in Berlin alle. Foto: dpa

BERLIN Was für ein Triumph für die Brose Baskets: Beim Prestige-Duell gegen Erzrivale Alba Berlin feierte der Meister und Pokalsieger in der ausverkauften Hauptstadt-Arena einen grandiosen 97:93 (43:44)- Erfolg. Vor 14500 Fans bestätigten die Bamberger Korbjäger ihre Vorherrschaft in Deutschland, feierten den 27. Sieg im 29. Spiel – und sicherten sich vorzeitig die Pole Position nach der Hauptrunde, die das Heimrecht für alle Playoff-Runden garantiert.
Umjubelter Matchwinner für die Oberfranken war Predrag Suput, der die „Albatrosse” mit 34 Punkten und neun Rebounds fast im Alleingang rupfte. Die abgezockte „Diva” krönte die Galavorstellung mit einer sensationellen Wurfquote von einhundert Prozent aus dem Feld. Eiskalt versenkte Super-Suput jeweils drei Würfe aus der Nah- und Mitteldistanz, sowie fünf Dreier. Nur bei Freiwürfen ging einer von acht Versuchen daneben. Da staunte selbst sein Trainer Chris Fleming: „Predrag spielte wie von einem anderen Stern.” Und Brose-Manager Wolfgang Heyder schwärmte: „Er trägt jetzt fast vier Jahre unser Trikot – das aber war sein Highlight.”

 

Mit Rückenwind ins Top-Four-Turnier


Heyder warnte aber vor übertriebener Euphorie: „Realistisch betrachtet, ist das ein Muster ohne Wert. Die echten Entscheidungen fallen erst später. Deshalb besteht auch kein Anlass zum Feiern.” Bereits nächsten Samstag wollen die Bamberger beim Top-Four-Turnier in eigener Halle den Vorjahres-Pokalsieg verteidigen. Sie können mit breiter Brust ins Halbfinale gegen die Artland Dragons gehen, meint Fleming: „Der Sieg in Berlin ist sehr hilfreich. Wir haben bewiesen, dass wir zurückkommen können, wenn es notwendig ist.” Denn an der Spree verschlief sein Team das erste Viertel, lag fast hoffnungslos 22:38 zurück. Doch mit einer tollen Aufholjagd und 21:4 Punkten kamen die Oberfranken wieder heran.
Entschieden war aber noch nichts. Trotz einer zwischenzeitlichen 60:50-Führung gerieten die Bamberger in den letzten zehn Minuten mit acht Punkten in Rückstand. Doch da waren ja Suput und Scharfschütze Brian Roberts (20 Punkte, vier Dreier bei vier Versuchen), die für ein Happy End sorgten. Zudem trafen Suput vier und Center Tibor Pleiß zwei Mal nervenstark von der Freiwurflinie. Zweistellig punktete beim Branchen-Primus außerdem Casey Jacobsen mit 16 Zählern, darunter vier Dreier.

 

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