Britische Studie Mit E-Zigaretten zum Nichtraucher werden?

Viele Ex-Raucher greifen zur E-Zigarette. Foto: Cover Media

Britische Forscher haben im Rahmen einer neuen Studie die Ergebnisse der sogenannten 'The Smoking Toolkit'-Umfrage untersucht. Sie vermuten, dass die wachsende Beliebtheit von E-Zigaretten mit einem meßbaren Anstieg von Ex-Rauchern zusammenhängen könnte. Insgesamt gaben im Jahr 2015 über 18.000 Briten an, langzeitliche Ex-Raucher zu sein.

 

"In Anbetracht der gesamten Bevölkerung Großbritanniens ist dieser Wert relativ gering, aus medizinischer Sicht ist es jedoch ein deutlicher Vorsprung in eine rauchfreie Gesellschaft", erklärten die Forscher in ihrem Bericht.

Sie fügten hinzu, dass selbst ein 40-jähriger Langzeit-Raucher bis zu neun Jahre länger leben könnte, wenn er permanent mit dem Rauchen aufhören würde.

Keine Langzeitstudien zu E-Zigaretten

Auch in Deutschland genießen E-Zigaretten seit einigen Jahren große Beliebtheit. In einer Gfk-Umfrage zu den Gründen für die Verwendung von E-Zigaretten aus dem Jahr 2015 gaben über 35 Prozent der Befragten an, E-Zigaretten zu nutzen, um weniger zu rauchen. Immerhin 28 Prozent sahen E-Zigaretten als weniger schädliche Alternative zu herkömmlichen Zigaretten an.

Informationsportale wie die 'Initiative Rauchfrei' der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung warnen allerdings weiterhin vor E-Zigaretten, da es bislang keine Untersuchungen zu den langzeitlichen gesundheitlichen Auswirkungen gibt. Außerdem unterliegen E-Zigaretten und die dazugehörigen Liquids bisher noch keiner einheitlichen Regulierung oder Qualitätskontrolle. Das soll sich in näherer Zukunft jedoch ändern.

 

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