Briefwahl bei der Landtagswahl Spät dran? So können Sie noch per Post abstimmen

Unterlagen für die Briefwahl bei der Landtagswahl in Bayern 2018 liegen auf einem Tisch. Foto: dpa

Nachtbriefkasten, Fax oder KVR-Besuch: Bis Sonntag müssen alle Stimmen zum Wahlamt. So klappt es auch jetzt noch mit der Briefwahl.

 

München - Die Bayerische Landtags- und Bezirkswahl 2018 ist auf Sonntag terminiert – per Brief gewählt wird aber schon seit Wochen. Mehr als 280.000 Anträge auf Briefwahl in München sind eingegangen – bei 911.000 Wahlberechtigten. 2013 wählten 258.472 Menschen per Brief.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Briefwahl 2018


Wie lange kann ich noch per Brief wählen?

Am Dienstag, 11 Uhr, endet die Frist, bis zu der Briefwahlunterlagen unter www.briefwahl-muenchen.de online beantragt werden können.

Beantragen kann man sie auch mit der unterschriebenen Rückseite der Wahlbenachrichtigung, die man per Post ans Wahlamt schickt, einem formlosen Antrag als Fax (233 45 772) oder Mail (briefwahl.kvr@muenchen.de). Der Postweg nimmt aber Zeit in Anspruch – auch, wenn die Post die Wahlbriefunterlagen in dieser Woche priorisiert. Und die Briefwahl-Stimmen müssen bis zum Sonntag, 18 Uhr, im Wahlamt eingegangen sein.

Darum empfiehlt das Kreisverwaltungsreferat (KVR), die Unterlagen unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses abzuholen – beim KVR (Ruppertstraße 11) oder einer der fünf Bezirksinspektionen (BI). Dort kann man die Wahlzettel auch gleich abgeben. Das geht bis Freitag, 15 Uhr.

Am Wahlwochenende stehen Nachtbriefkästen zur Verfügung – am Neuen Rathaus (Marienplatz, Fischbrunnen), am KVR und den BI West (Landsberger Straße 486), Ost (Trausnitzstraße 33) und Nord (Hanauer Straße 56).

Außerdem gibt es eine Sonderregelung für Menschen, die plötzlich erkrankt sind: Ihre Anträge auf Briefwahl werden noch bis zum Sonnag, 15 Uhr, im KVR (Ruppertstraße 19, EG, Infothek) angenommen. Die Krankheit muss mit einem ärztlichen Attest nachgewiesen werden und die bevollmächtigte Person, die die Unterlagen abholt, muss sich mit Hilfe eines Personalausweises oder Reisepasses ausweisen können.

Was, wenn ich keine Wahlbenachrichtigung bekommen habe?

Das ist in mindestens einem Fall bei dieser Wahl passiert: Mario N. aus Milbertshofen hatte bis zu diesem Montag seine Unterlagen noch nicht im Briefkasten. Am Telefon sagte man ihm beim KVR, sie seien mit dem Hinweis "nicht zustellbar" wieder zurückgeschickt worden. Wie das geschehen konnte, ist unklar. "Grundsätzlich wird es sich nie ausschließen lassen, dass ein kleiner Teil der großen Zahl an versendeten Wahlbenachrichtigungen aus zahlreichen denkbaren Gründen auf dem Postweg nicht beim Empfänger angelangt", sagt KVR-Sprecher Johannes Mayer. Es gebe aber keine "auffällige oder ungewöhnliche Häufung von nicht zustellbaren oder nicht zugestellten Wahlbenachrichtigungen".

Wer keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann sich jederzeit bei der Wahlhotline unter 233 96 233 erkundigen, ob er oder sie im Wählerverzeichnis eingetragen wurde. Dort kann auch das persönliche Wahllokal erfragt werden. Außerdem kann man auch ohne Wahlbenachrichtigung online die Unterlagen für die Briefwahl beantragen über dieses Formular vom KVR.

Eine Wahlamts-Mitarbeiterin betont aber, dass es zeitlich sicherer sei, die Unterlagen persönlich abzuholen - und die Stimme dann vielleicht auch gleich abzugeben - oder einen Bevollmächtigten zu schicken.

Kann ich ohne Wahlbenachrichtigung bei der Landtagswahl am Sonntag wählen?

Ja, das geht – Sie stehen ja im Wählerverzeichnis. Wichtig ist aber, dass Sie einen Personalausweis oder Reisepass dabei haben. Bei weiteren Fragen hilft das Wahlamt weiter unter: Tel. 233 96 233.

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