Bremerhaven beim EHC Popiesch: "Vielleicht können wir München ärgern"

Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch. Foto: Andreas Gebert/dpa

Das sagt Thomas Popiesch, Coach der Fischtown Pinguins Bremerhaven, über Gegner EHC Red Bull München und die Chance aufs Weiterkommen im Playoff-Viertelfinale der DEL.

 

München/Bremerhaven - Mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven ist Trainer Thomas Popiesch Gegner des EHC Red Bull im Viertelfinale – wie schon im Vorjahr, wo gegen den späteren Meister Schluss war. Am Wochenende wurde Popiesch in Straubing als "Trainer des Jahres" ausgezeichnet.

Mit der AZ sprach er über...

...die Auszeichnung, für die unter anderem auch EHC-Coach Don Jackson nominiert war: "Ich bin natürlich sehr stolz darauf. Vor allem Don Jackson ist ja schon eine Nummer im deutschen Eishockey. Für mich ist er natürlich ein super Trainer, der mit Topteams auch immer die Meisterschaften holt. Ich sehe die Auszeichnung auch als Ehre für den Standort Bremerhaven, wo wir als Neuling zweimal in Folge eine gute Saison spielen konnten. Persönlich habe ich aber vor Don viel Respekt, schätze ihn als Trainer sehr. Man muss sich ja nur anhören, wie seine Spieler über ihn reden."

...das Viertelfinale gegen München: "Wir wollen das Ganze so angehen, wie wir die gesamte Saison angegangen sind. Mein Team soll das machen, was es gerne macht: einfach Eishockey spielen. Natürlich wollen wir auch Spiele gewinnen. Denn nur Gewinnen macht tatsächlich Spaß. Dafür müssen wir aber viel investieren. Vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit, die Münchner ein wenig zu ärgern."

...die Tatsache, dass man zum zweiten Mal in Folge im Viertelfinale auf München trifft: "Da gibt es nichts zu klagen. Wir sind vor allem froh, dass wir überhaupt dabei sind. Viele Mannschaften, die besser eingestuft wurden als wir, konnten wir hinter uns lassen, darauf sind wir stolz. Ich will jetzt nicht sagen, dass alles Zubrot ist. Aber natürlich wollen wir die kommenden Spiele auch genießen und mit Spaß angehen."

Popiesch: "Wir müssen unseren Job machen"

...über das Team von Don Jackson: "Wir brauchen uns ja bloß ihre Bilanz ansehen. Die gewonnenen Spiele und die geschossenen Tore, das Unterzahl- und Überzahlspiel – es ist alles top, alles überragend. Aber sie müssen es auch erstmal abrufen. Und wir müssen unseren Job machen."

...über Bremerhavens Topscorer Jan Urbas, der in der Saison 2013/2014 auch für den EHC gespielt hat, dort aber nicht glücklich wurde: "Die Umstände von damals kenne ich nicht. Sicher, er war damals nicht zufrieden. Aber allein deshalb wird er jetzt nicht besonders motiviert sein gegen München. Er ist einfach ein Typ, der jedes Spiel gewinnen will. Wir lieben ihn als Spielertypen, er verkörpert genau das typische Bremerhaven-Spiel. Er ist nicht so wie Keith Aucoin, der das Spiel macht, sondern vielmehr der Spieler, der läuferisch und physisch stark ist und der auch den Zweikampf sucht. Vielleicht sollten wir ihn doch noch ein wenig kitzeln, dass er die eine oder andere Münchner Anekdote herausrückt."

...über den Kräfteverschleiß der Münchner Nationalspieler nach Olympia in Pyeongchang: "Erstmal muss ich sagen, dass es mich wahnsinnig gefreut hat, die Jungs bei der Gala in Straubing mal persönlich kennenzulernen. Denn sie haben bei Olympia eine super Leistung gezeigt und ich hatte zu Hause am Fernseher schwitzigere Hände, als ich sie bei eigenen Spielen habe. Aber: Wir hatten zuletzt leider auch viele kranke und angeschlagene Spieler. Deshalb denke ich nicht, dass das ein Faktor wird. Alle Spieler, die Mittwoch auf dem Eis stehen werden zu 100 Prozent Gas geben – ob sie Münchner sind oder Bremerhavener. Dann wird die Form auf dem Eis entscheiden."

Lesen Sie hier: EHC-Goalie Leggio fällt verletzt aus

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading