Brasilien 2014 WM-Traum geplatzt: Mario Gomez "unendlich verärgert"

"Ärgert mich unendlich": Mario Gomez ist bei der WM 2014 in Brasilien nicht dabei. Foto: dpa

Für Mario Gomez läuft in dieser Saison alles schief. Nun fehlt der Torjäger auch bei der WM in Brasilien. Bundestrainer Joachim Löw teilte Gomez am Mittwoch mit, dass er nicht dabei ist.

 

Florenz/München - Stolz zeigt sich Mario Gomez im edlen WM-Anzug. "Hier nun endlich unser Bild im offiziellen Outfit, mit dem wir stilvoll den Weg zur Weltmeisterschaft in Brasilien antreten werden", schrieb er dazu Ende April auf seiner Facebook-Seite. Doch der Weg nach Brasilien bleibt dem 28 Jahre alten Torjäger verbaut.

Am Mittwoch erfuhr Gomez von Bundestrainer Joachim Löw, dass sein großer Traum von der zweiten WM-Teilnahme nach 2010 platzt. Zu oft und zu lange war der 59-malige Nationalspieler (25 Tore) in den vergangenen Monaten verletzt gewesen.

Die Reaktion vom Mario Gomez auf die Löw-Entscheidung kam prompt. Auf Facebook schreibt er: "Bis zuletzt habe ich daran geglaubt, rechtzeitig fit zu werden. Aber leider haben mich die Verletzungen in diesem Fussballjahr immer wieder zu sehr zurückgeworfen und am Ende hat es nicht gereicht - die hässlichste Saison meiner Karriere endet mit einem weiteren Rückschlag. Fast sieben Monate Knieverletzung waren einfach zu viel. Das ärgert mich unendlich!"

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"Er hat seit September nur 280 Minuten gespielt. Ich war der Meinung, dass er nicht in der Lage ist, bei der WM körperlich zu bestehen", begründete Löw am Donnerstag bei der Nominierung seines 30-köpfigen vorläufigen WM-Aufgebots die bittere Absage für Gomez. Es sei klar, so Löw, dass es für den Italien-Legionär eine "große Enttäuschung" sei: "Er wird einige Zeit brauchen, das zu realisieren."

Da war es auch nur ein ganz schwacher Trost für Gomez, dass Löw ihn zumindest für die Zeit nach der WM nicht abschreiben wollte: "Er ist ein hervorragender Spieler. Seine Karriere in der Nationalmannschaft ist auf keinen Fall beendet.

Sie ist aber gewaltig ins Stocken geraten. Für Gomez läuft seit seinem Wechsel von Bayern München im Sommer nach Florenz eigentlich alles schief, was schieflaufen kann. Erst hatte er sich im September einen Innenbandanriss im Knie zugezogen. Es folgte eine Entzündung im Knie, ehe ihn eine Verletzung am Kollateralband im linken Knie außer Gefecht setzte. So absolvierte der Stürmer in den vergangenen siebeneinhalb Monaten nur zehn Pflichtspiele, dabei stand er nur in einer Begegnung über 90 Minuten auf dem Platz. Florenz-Coach Vincenzo Montella sprach von einer "schwierigen Saison" für seinen Top-Transfer.

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Dennoch hatte sich der frühere Münchner und Stuttgarter bis zuletzt noch optimistisch gezeigt. Am Ende sei es "wichtig, was im Juni, Juli passiert und nicht was im März oder April passiert ist. Das Leben schmeißt einem manchmal Steine vor die Füße – diese Hürden muss man nehmen", sagte Gomez bei Sky Sport News HD: "Ich werde das Maximum bei dieser WM aus mir rausholen, um noch einen guten und versöhnlichen Abschluss 2013/2014 zu haben." Doch der bleibt ihm nun auch noch verwehrt.

 

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