Brasilianer des FC Bayern Dante will deutsche Staatsbürgerschaft annehmen

Kollegen beim FC Bayern, bald auch beide deutsche Staatsbürger: der Brasilianer Dante und Thomas Müller. Foto: dpa

Bayerns Brasilianer Dante hat sich in einem Interview mit der "Sport Bild" angekündigt, deutscher Staatsbürger werden zu wollen. "Ich bin bereit dazu"

 

München - Mit Brasiliens Nationalelf musste Dante die historische 1:7-Pleite im WM-Halbfinale gegen Deutschland erleben. In einem Interview mit der Sport Bild zeigte sich der Innenverteidiger enttäuscht von den Reaktionen deutscher Fans auf das Debakel: "Ich wurde auch von Leuten auf der Straße angesprochen. Die dachten, sie können einen Spaß machen, wenn sie mich aufziehen. Ich bin zwar normal immer gut drauf, aber da war der Spaß für mich vorbei."

Dennoch wolle der Brasilianer die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen: "Ich würde nach meiner Karriere gern noch in Deutschland bleiben. Mit einem deutschen Pass wäre das einfacher“, wird Dante in der "Sport Bild" zitiert. Damit würde Dante dem Beispiel Naldos folgen, ebenfalls gebürtiger Brasilianer und als Ex-Bremer und jetztiger Wolfsburger langjähriger Bundesliga-Spieler: "Er hat mir davon erzählt." Naldo hatte erst vor einem Monat den deutschen Pass bekommen.

Dante weilt bereits seit knapp sechs Jahren in Deutschland, wechselte von Borussia Mönchengladbach zu den Bayern. Der Mann mit dem Lockenkopf weiter: „In meinen Fall besteht die Möglichkeit, dass ich nach sieben Jahren Aufenthalt in Deutschland die deutsche Staatsbürgerschaft beantrage. Dafür muss ich eine Prüfung ablegen, aber ich bin bereit dazu.“

Die deutsche Staatsbürgerschaft bedeutet aber nicht, dass Dante nun auch für die DFB-Elf auflaufen wird: Da er für Brasilien bereits 14 Spiele absolvierte, wäre er trotz deutschem Pass nicht mehr spielberechtigt.

Er wisse allerdings auch nicht, ob er nochmal für die "Selecao" auflaufen werde: "Ich bin bald 31, bei der nächsten WM wäre ich 34. Ich habe mir mit der WM-Teilnahme dieses Jahr meinen Traum erfüllt. Ich rechne jetzt nicht unbedingt mehr damit, noch einmal in die brasilianische Nationalmannschaft zurückzukehren.

 

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