Brandursache unklar Feuerwehreinsatz in Laim: Wohnung brennt aus

, aktualisiert am 16.02.2020 - 13:51 Uhr
Während der Arbeiten mussten 38 Bewohner das Gebäude verlassen und wurden für die Zeit der Löschmaßnahmen in der Empfangshalle eines nahestehenden Geschäftshauses betreut. Foto: Berufsfeuerwehr München

Am Samstagvormittag brennt in einem siebenstöckigen Mehrfamilienhaus in der Elsenheimerstraße eine Wohnung komplett aus - verletzt wird niemand, der Schaden liegt bei rund 300.000 Euro.

 

Laim - Eine Wohnung ist nach dem Brand im zweiten Obergeschoss komplett zerstört, drei weitere Wohnungen sind unbewohnbar: Gegen 7 Uhr am frühen Samstagmorgen meldeten Anrufer einen Brand in einem siebenstöckigen Mehrfamilienhaus in der Elsenheimerstraße.

Wie die Feuerwehr berichtet, erhöhte die Integrierte Leitstelle München noch während der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte die Alarmstufe - die starke Rauchentwicklung war unübersehbar, immer mehr Zeugen meldeten sich.

Brand in Laim: Wohnungsinhaberin bleibt unverletzt

Beim Eintreffen der Feuerwehr rief eine 34-jährige Frau auf einem Balkon um Hilfe. Sofort rettete die Drehleiterbesatzung die Frau vom zweiten Stock. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um die Wohnungsinhaberin, die sich selbst über den Balkon zu einer Nachbarwohnung gerettet hatte und so den Brand ohne Verletzungen überstand.

Parallel zur Personenrettung bereiteten die Besatzungen der Hilfeleistungslöschfahrzeuge den Löschangriff über das Treppenhaus und die Drehleiter vor. 40 Minuten benötigten die eingesetzten Atemschutztrupps, um den Brand zu löschen.

Die enorme Hitzeentwicklung beschädigte einen Heizkörper, aus dem eine erhebliche Menge heißes Wasser austrat. Da die Heizkreise eines so großen Gebäudes nicht zügig abzuregeln sind, wurde das austretende Wasser mit Schläuchen nach draußen geleitet, bis durch den Haustechniker der Zufluss gestoppt werden konnte.

Brand in Laim: 38 Bewohner müssen aus dem Gebäude raus

Während der Arbeiten mussten 38 Bewohner das Gebäude verlassen und wurden für die Zeit der Löschmaßnahmen in der Empfangshalle eines nahestehenden Geschäftshauses betreut. In Zusammenarbeit mit den Bewohnern kontrollierten die Einsatzkräfte alle Wohnungen in dem Gebäude. Einige mussten gewaltsam geöffnet werden, da die Bewohner nicht vor Ort waren und daher kein Schlüssel vorhanden war.

Nach den Maßnahmen der Feuerwehr konnten fast alle Bewohner in Ihre Wohnungen zurück: Die Wohnung über und die beiden Wohnungen unter der Brandwohnung können derzeit nicht genutzt werden.

Mit Hilfe der medizinischen Einsatzleitung wurde für die drei Mieter eine Unterkunft organisiert. Die Brandursache ermittelt die Polizei. Der Sachschaden wird vorläufig auf mindestens 300.000 Euro geschätzt.

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