Branchenverband VDMA Maschinenbau wächst 2018 deutlich schwächer als erwartet

Vor allem zum Jahresende lief es in der exportorientierten deutschen Schlüsselindustrie Maschinenbau schlechter als erwartet. Foto: Jan Woitas/dpa

Frankfurt/Main - Die Abkühlung der Weltkonjunktur und handelspolitische Unsicherheiten haben 2018 Spuren beim deutschen Maschinenbau hinterlassen.

Die Branche verfehlte mit einem Anstieg der Produktion um 2 Prozent im vergangenen Jahr ihr selbstgestecktes Ziel von 5 Prozent deutlich, wie der Branchenverband in Frankfurt mitteilte. Vor allem zum Jahresende lief es in der exportorientierten deutschen Schlüsselindustrie schlechter als erwartet.

Die beiden Schlussmonate hätten sich als unerwartet schwach erwiesen. "Im Dezember sank die Produktion sogar um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat", erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. "Dies passt ins Bild der gesamten Industrie, die unter den geopolitischen Verunsicherungen leidet."

Hinzu kamen Kapazitätsengpässe. Im Oktober berichteten 28 Prozent der Maschinenbauer von Materialknappheit, 27 Prozent der Unternehmen litten unter Arbeitskräftemangel und 10 Prozent unter Engpässen im eigenen Maschinenpark.

Angesichts gut gefüllter Auftragsbücher, die für eine Produktion von etwa 8,5 Monaten reicht (Stand November 2018), geht der VDMA für dieses Jahr weiterhin von einem Wachstum von 2 Prozent aus. Im Maschinenbau sind mehr als 1,3 Millionen Menschen tätig, damit ist die Branche nach eigenen Angaben der größte industrielle Arbeitgeber im Land.

 

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