Bombendrohung via E-Mail Schulen mit Anschlag gedroht: Lehrer muss Strafe zahlen

Das Dante- und Klenze-Gymnasium wurden im Mai nach einer Drohung eines Lehrers von der Polizei geräumt. Foto: AZ/min

Ein 30-jähriger Lehrer hatte an zwei Gymnasien einen Anschlag angekündigt, die Schulen wurden daraufhin geräumt. Jetzt muss der Mann eine Strafe zahlen und ist seinen Job los.

 

Sendling - Dass Schüler aus Angst vor Prüfungen oder aus Rache bei ihrer Schule anrufen und mit einer Bombe drohen, ist schon öfter vorgekommen. Dass ein Lehrer sich zu so einer irrationalen Tat hinreißen lässt, ist dagegen eher selten.

Ein 30 Jahre alter Lehrer aus München hat genau das im Frühjahr getan. Am 21. Mai schickte er an seine frühere Schule eine Mail, in der er mit einem Anschlag drohte. Das Sekretariat des Klenze-Gymnasiums verständigte die Polizei. Die Schule wurde evakuiert. Auch am benachbarten Dante-Gymnasium fiel der Unterricht aus. Ein Großaufgebot der Polizei sperrte die Umgebung. Das Schulgelände wurde mit Spürhunden durchsucht, aber kein Sprengsatz gefunden.

Münchner Lehrer gesteht Bombendrohung

Schnell fiel der Verdacht auf einen Lehrer. Die Polizei nahm ihn fest. Der Münchner zeigte sich geständig. Er habe wegen beruflicher und privater Probleme die Mail geschrieben. Auch Alkohol war im Spiel. Wegen Verleumdung und Vortäuschen einer Straftat erließ das Amtsgericht München jetzt einen Strafbefehl.

Der Gymnasiallehrer ist seinen Job los und muss zudem 4.500 Euro Strafe zahlen. Ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgte laut Amtsgericht nicht. Damit gilt der Lehrer nicht als vorbestraft. Der 30-Jährige hat den Strafbefehl akzeptiert, daher kommt es nicht zu einem öffentlichen Prozess.

 

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