Börsen-Fusion gescheitert Hongkonger Börse bläst Übernahme von Londoner Rivalen ab

Schriftzug am Eingang der Börse in der Paternoster Row in London. Foto: Philip Toscano/Press Association/dpa/dpa

Hongkong - Der Zusammenschluss der größten Börsenplätze Asiens und Europas ist gescheitert. Die Hongkonger Börse (HKEX) teilte mit, Pläne für die Übernahme des Börsenplatzes in London (LSE) aufzugeben.

 

Es sei nicht gelungen, "mit dem Management der LSE zusammenzuarbeiten, um diese Vision zu verwirklichen", hieß es in einer Pflichtmitteilung der Börse am Dienstag.

Die Börse Hongkong war im September überraschend mit einem Übernahmeangebot an ihr Pendant in London herangetreten. Die Offerte, die den Börsenbetreiber mit 29,6 Milliarden britischen Pfund ohne Schulden (etwa 33 Mrd Euro) bewertet hätte, wurde von der LSE aber abgelehnt.

Eine Fusion hätte nicht nur einen weltweit führenden Finanzmarktkonzern entstehen lassen, sondern auch beide Geschäfte gestärkt, hatte die Hongkonger Börse bei der Vorlage ihres ersten Angebots argumentiert. Eine Transaktion wäre dabei im Interesse aller Anteilseigner, betonte der Betreiber.

HKEX hatte 2012 bereits die Londoner Metall Börse für 1,4 Milliarden Pfund übernommen. Auch die LSE stand bereits im Fokus von Fusionsvorhaben: Ein Zusammenschluss mit der Deutschen Börse scheiterte vor einigen Jahren am Veto der EU-Kommission.

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