Börse in Frankfurt Dax legt leicht zu

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Frankfurt/Main - Am deutschen Aktienmarkt sind nach der jüngsten Kursschwäche erste Schnäppchenjäger aktiv. Der Dax schaffte es am Vormittag trotz schwacher Konjunkturanzeichen ins Plus und kletterte am Nachmittag um 0,31 Prozent auf 10.806,02 Punkte.

Auch in der zweiten deutschen Börsenreihe wendete sich vorerst das Bild: Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,58 Prozent auf 22.042,85 Punkte. Der gesamteuropäische Leitindex EuroStoxx dagegen verblieb unter seinem Vortagsniveau.

Kursgewinne bei den zuletzt gebeutelten Industriewerten waren Ausdruck der freundlichen Markttendenz. Zu den großen Gewinnern gehörten Aktien von Covestro und Continental mit Anstiegen von jeweils 1,75 Prozent. Unter den Verlierern waren dagegen Aktien von Versorgern und Pharmakonzernen.

SAP-Aktien standen mit den am Vorabend von Oracle vorgelegten Zahlen im Blick, sie profitierten mit einem Minus von 0,6 Prozent aber nicht von einem überraschend guten Quartal des US-Rivalen.

Bei der Telekom waren Fortschritte in den Fusionsplänen von T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint ebenfalls kein positiver Kurstreiber. Die Aktie gab am Nachmittag um 0,3 Prozent nach, obwohl der Zusammenschluss in den USA eine erste regulatorische Hürde nahm.

Unter den Nebenwerten gehörten am Dienstag die Aktien von Zalando zu den Gewinnern. Sie erholten sich um 5 Prozent von ihrem prozentual zweistelligen Kursrutsch vom Vortag.

Anteile von K+S kletterten im MDax um fast 4 Prozent. Antrieb verlieh ihnen, dass sich die Situation in den Werken an der Werra durch die Niederschläge in der vergangenen Woche entspannt hat. Wie im Dax war auch im MDax Erholung angesagt unter Werten, die mit der Autobranche in Verbindung stehen: Papiere von Hella, Norma und Dürr etwa stiegen um mindestens 4 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,12 Prozent am Vortag auf 0,10 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 141,74 Punkte. Der Bund-Future legte 0,15 Prozent auf 163,50 Punkte zu.

Der Euro profitierte vom schwächer tendierenden US-Dollar. Zuletzt wurde mit 1,1382 US-Dollar etwas mehr für die Gemeinschaftswährung gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zu Wochenbeginn auf 1,1341 Dollar festgesetzt.

 

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