Blutvergiftung Vom Hund gekratzt: Fritz Wepper in der Klinik

Fritz Wepper mit seinem zweijährigen Jagdhund Aron. Das Tier hat neulich übermütig die Pfote auf sein Herrchen legen wollen – und Wepper dabei am Arm gekratzt. Foto: dpa

Eine scheinbar harmlose Verletzung am Unterarm hat für den Schauspieler (69) böse Folgen. Er erleidet eine gefährliche Blutvergiftung – und die ist sehr spät erkannt worden.

 

München - Es war nur ein Kratzer, doch er wurde lebensbedrohlich: Der beliebte Schauspieler Fritz Wepper ist seit vergangenen Donnerstag mit einer schweren Blutvergiftung im Krankenhaus. Die Ärzte kämpften tagelang mit Antibiotika um den 69-Jährigen. Inzwischen gibt der Star selbst Entwarnung. „Es geht mir gut, ich bin auf dem Weg der Besserung", sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Seine Frau Angela sagte zur AZ: „Er wird wohl am Wochenende aus der Klink entlassen.”

Blutvergiftung, von Medizinern Sepsis genannt, ist alles andere als harmlos: Sie ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache, rund 60000 Menschen sterben jährlich daran. Und sie kann jeden Menschen treffen.

Am Dienstag fuhr der Schauspieler im Auto, hinten saß sein Hund Aron, ein Jagdhund, den er erst seit vergangenen November hat. Aron legte von hinten übermütig seine Pfote auf sein Herrchen, Wepper wollte die Pfote mit der Hand fassen, dabei kratzte das Tier ihn am Arm. „Es hat geblutet, sah aber nicht schlimm aus”, sagt Angela Wepper. Normalerweise ist für einen gesunden Menschen so ein Kratzer kein Problem, wenn die Wunde nicht stark verschmutzt ist. Am Mittwoch fühlte sich Wepper schlecht, er bekam Fieber. Doch der Schauspieler ist pflichtbewusst – auf keinen Fall wollte er den ersten Drehtag der neuen Staffel seiner Erfolgsserie „Um Himmels Willen” absagen. Laut Weppers Freundin Sabine Kellermeier ließ sich der Schauspieler sogar untersuchen, doch die Ärzte hätten Entwarnung gegeben.

Erst als es Wepper immer schlechter ging, er Schüttelfrost bekam und sich ein roter Strich am Arm gebildet hatte, ging er am Donnerstag in die Klinik. Doch je später die Behandlung beginnt, desto gefährlicher ist so eine Infektion.

Die Bakterien, bei Wepper Streptokokken, bringen den ganzen Körper durcheinander und ziehen auch die lebenswichtigen Organe in Mitleidenschaft. Eine Sepsis, die zu spät erkannt wurde, endet oft tödlich.

Wepper wurde mit Antibiotika behandelt, allmählich bessert sich sein Zustand. Die Dreharbeiten wurden so umgestellt, dass die Produktion ohne ihn weiterläuft. Noch ist unklar, wann er wieder arbeiten kann. Derzeit empfehlen ihm die Ärzte, auch nach der Entlassung zu pausieren. Auch ist sein Unterarm nach der Wundbehandlung noch verbunden. 

 

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