Blutschuld-Tatort in der Kritik Til Schweiger ärgert sich über Twitter-User: "Spackos, Internetnerds"

Til Schweiger spielt selber einen Tatort-Kommissar und schießt jetzt gegen Twitter-User und Drehbuch-Autoren. Foto: NDR/Marion von der Mehden

Ein "Tatort" mit neun Millionen Zuschauern ist nichts Besonderes mehr - der Leipziger Krimi "Blutschuld" musste dann noch Kritik vom "Tatort"-Kollegen Til Schweiger einstecken. Außerdem ärgert er sich über Kritik der Twitter-User.

 

Berlin - Der Leipziger "Tatort" hat den Sprung über die Zehn-Millionen-Zuschauer-Marke am Sonntagabend nicht geschafft. 9,40 Millionen Menschen sahen ab 20.15 Uhr den Krimi mit dem Titel "Blutschuld", in dem die Kommissare Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) den Mord an einem Abfallunternehmer aufzuklären hatten. Der Marktanteil betrug 25,8 Prozent. Es war der vorletzte Fall für das Gespann Thomalla/Wuttke, das bald abgelöst wird.

Kritik an dem Leipziger Krimi kam via Facebook (siehe unten) ausgerechnet vom Hamburger "Tatort"-Darsteller Til Schweiger. "Ich fand den "Tatort" auch nicht prickelnd, aber das ist nicht die Schuld der Schauspieler, das ist wenn schon die Schuld des Autoren, oder vielmehr des Senders, der sagt, das wird jetzt so verfilmt, anstatt dem Autoren zu helfen, einen tollen Film zu schreiben", postete Schweiger in der Nacht zum Montag bei Facebook.

In seinem Beitrag schießt Schweiger gegen Twitter-User, die nach und während des Tatorts debattierten und ihre Meinung veröffentlicht hatten. Schweiger: "Wo ist die Qualität, wenn man versucht Klicks dadurch zu generieren, indem man die gehässigsten twitter-Kommentare von irgendwelchen Internetnerds, die nix anderes zu tun haben, als zu lästern und zu haten, publiziert? Wo ist der Wert? Was lernen wir dadurch? Irgendwelche Spackos, die sich hinter irgendwelchen Phantasieprofilbildern verstecken und ihren - mal mehr oder weniger - unterhaltsamen Frust ablassen?". Schweiger spielte auf einen entsprechenden Beitrag bei spiegel.de an.

Parallel bescherte die Tragikomödie "Schwägereltern" mit Nina Kronjäger, Birge Schade, Thomas Sarbacher und Martin Brambach um eine verunglückte Hochzeitsfeier dem ZDF 4,04 Millionen Zuschauer (11,1 Prozent). Für die ProSieben-Science-Fiction-Komödie "Men in Black 3" mit Will Smith und Josh Brolin interessierten sich 3,59 Millionen Zuschauer (10,2 Prozent) und für die Doppelfolge der Sat.1-Krimiserie "Navy CIS" 3,11 Millionen (8,5 Prozent) und 2,71 Millionen (7,8 Prozent).

Mit dem erneuten Aufguss der Dschungelshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!", bei dem sich "exclusiv"-Reporterin Frauke Ludowig nach dem Befinden der Heimkehrer erkundigte, erreichte RTL ebenfalls ab 20.15 Uhr 3,11 Millionen Zuschauer (8,5 Prozent). Deutlich dahinter lagen Vox mit der Reihe "Promi Shopping Queen", die auf 1,26 Millionen Zuschauer (4,1 Prozent) kam, und RTL II mit dem Thriller "American Gangster", den 880 000 Zuschauer (2,9 Prozent) sahen.

Die vorerst letzte Folge der Reihe "Vermisst" verbuchte am Vorabend auf RTL immerhin 4,87 Millionen Zuschauer (15,9 Prozent). Dagegen musste sich Wayne Carpendale mit seiner Show "Nur die Liebe zählt" auf dem neuen Sendeplatz um 17.40 Uhr auf Sat.1 mit 1,45 Millionen Zuschauern (5,5 Prozent) begnügen.

Im Jahresverlauf liegt der Vorjahressieger, das ZDF, mit 13,8 Prozent Marktanteil weiter vorn. Das "Erste" kommt auf 11,6 Prozent. RTL ist weiter stärkster Privatsender und erreicht 10,7 Prozent. Danach kommen Sat.1 und ProSieben mit 7,6 und 5,2 Prozent. Vox erzielt 5,0 Prozent, RTL II 3,7 Prozent und Kabel eins 3,5 Prozent sowie Super RTL 1,5 Prozent Marktanteil.

Hier gibt's den Facebook-Beitrag von Til Schweiger:

 
 

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