Bisher nicht wieder aufgetaucht Frau vergisst Schul-Generalschlüssel in U-Bahn - und hat Probleme mit der MVG

Als die Frau ihren Fehler bemerkte, war die U-Bahn natürlich schon weg. (Symbolbild) Foto: dpa

Eine Frau lässt ihre Tasche im Waggon einer Münchner U-Bahn liegen – weil sie keine schnelle Hilfe bekommt, fühlt sie sich von der MVG im Stich gelassen. 

München – Genervt ist eine junge Frau vom Service der MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft). Sie hatte bei der Ankunft in Milbertshofen einen Jutebeutel in der U2 liegenlassen, was sie gleich nach dem Aussteigen bemerkte.

"Das war um 17.07 Uhr. Um 17.18 Uhr habe ich am Info-Point Milbertshofen den Verlust gemeldet", berichtete die Frau der AZ. Zuvor hatte sie gegoogelt, was die MVG in so einem Fall empfiehlt: "Wenn Sie in der U-Bahn Gegenstände verloren oder vergessen haben und dies schon nach kurzer Zeit bemerken, setzen Sie sich am besten über den Inforuf an der nächsten Notrufsäule mit uns in Verbindung".

Und weiter: "Der Zeitfaktor spielt meist eine wichtige Rolle bei der Wiederbeschaffung verlorener Dinge. Unsere Info soll Ihnen dabei helfen, schnell und richtig zu reagieren". Ob auch der zuständige MVG-Mitarbeiter diese Info kannte? Die junge Frau zweifelt daran. "Der hat mir gesagt, ich soll bei der Hotline anrufen". Das tat sie um 17.20 Uhr und erfuhr: "Heute wird nix mehr gemacht, ich soll morgen nach 14 Uhr ins Fundbüro an der Westendstraße gehen. Ich habe dann dem MVG-Mitarbeiter erklärt, dass im Beutel der Generalschlüssel einer Münchner Schule ist und ob man nicht dem Fahrer Bescheid geben kann. Der Mann sagte, das sei nicht seine Aufgabe." So fuhr die junge Frau am nächsten Tag ins MVG-Fundbüro, allerdings ohne Erfolg.

Die MVG muss Prioritäten setzen

MVG-Sprecher Matthias Korte erklärte auf Nachfrage der AZ, die Leitstelle könne den Fahrer anfunken und mache dies auch häufig. Manchmal allerdings müsse der Disponent andere Prioritäten setzen und schnelle Hilfe sei nicht ohne weiteres möglich.

Wenn die Leitstelle ad-hoc keine Möglichkeit sehe, den Prozess anzustoßen, was eher die Ausnahme sei, könne auch die Hotline nicht helfen. "Die Mitarbeiter dort haben keinen Zugriff auf den Fahrer", so Korte.

Man bedauere, dass in diesem Fall die schnelle Hilfe nicht funktioniert habe und werde die Mitarbeiter anhand der Schilderung nochmals sensibilisieren.

 

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