"Bin bereit zu helfen" TSV 1860: Hasan Ismaik kritisiert Konsolidierungskurs der Löwen-Bosse

Umstrittener Investor beim TSV 1860: Hasan Ismaik. Foto: imago/Sven Simon

Der TSV 1860 gerät bei der 1:5-Klatsche in Magdeburg böse unter die Räder. Nicht nur die sportlichen Verantwortlichen zeigen sich nach der Partie enttäuscht, auch Investor Hasan Ismaik meldet sich zu Wort - und kritisiert erneut den eingeschlagenen Konsolidierungskurs der Bosse.

 

Magdeburg - Die Löwen erleben in Magdeburg einen absoluten Horror-Nachmittag und werden mit einer bösen 1:5-Klatsche zurück nach München geschickt. Daniel Bierofka zeigt sich nach der Partie völlig konsterniert und gibt zu, sich für den Auftritt seiner Mannschaft zu "schämen".

Auch Investor Hasan Ismaik ist die Pleite seiner Löwen nicht entgangen. Noch am Abend meldet sich der Jordanier zu Wort und nimmt die Niederlage zum Anlass, den eingeschlagenen Konsolidierungskurs der Bosse um Präsident Robert Reisinger zu kritisieren.

TSV 1860: Ismaik fordert Umdenken der Bosse

"Liebe Löwen, nach so einer deftigen wie schmerzhaften Niederlage wie dem 1:5 in Magdeburg fällt es mir sehr schwer die richtigen Worte zu finden", schreibt Ismaik auf Facebook, nimmt aber die sportliche Führung aus dem Fokus der Kritik: "Eine Generalkritik wäre jedoch jetzt das falsche Signal, zumal mir von Daniel Bierofka vor dem Saisonstart offengelegt wurde, dass uns ein sehr schweres Jahr drohen werde."

Für Ismaik ist die Sachlage klar: Sportlicher Erfolg ist ohne den Einsatz finanzieller Mittel kaum zu erreichen. Er wendet sich daher an die Löwen-Bosse: "Ich kann nur an die Vereinsspitze appellieren, dass endlich ein Umdenken beim TSV 1860 stattfinden muss. Profifußball kostet Geld", schreibt Ismaik weiter und deutet an, den Verein weiter unterstützen zu wollen: "Ich bin nach wie vor bereit zu helfen."

Die finanzielle Situation der Löwen ist weiter enorm angespannt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Minus von 2,3 Millionen Euro erwirtschaftet, der Etat für die Mannschaft musste daher auf 3,4 Millionen Euro zusammengestutzt werden. Auf dem Transfermarkt war der Verein daher im Sommer kaum handlungsfähig, für die Verpflichtungen der Rückkehrer Timo Gebhart und Aaron Berzel war bereits fremde Unterstützung nötig. Im großen AZ-Interview kündigte Ismaik bereits an, Sechzig den dringend benötigten Stürmer finanzieren zu wollen.

 

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