Bildungszentrum für Asylbewerber Das Nürnberger Flüchtlingsprojekt "Asylothek"

Der Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Manfred Schmidt, steht am 03.08.2015 in Ellwangen in einer Verpflegungshalle. Schmidt besucht am 14.08.2015 die Asylothek in Nürnberg Foto: dpa

Das Nürnberger Flüchtlings-Projekt "Asylothek" besteht seit 2012. Was zunächst als kleine Bibliothek für Asylbewerber in einer Gemeinschaftsunterkunft begann, hat sich mittlerweile zu einem rein ehrenamtlich geführten Bildungszentrum für Asylbewerber entwickelt.

 

Nürnberg – Das Flüchtlings-Projekt "Asylothek" wurde 2012 von dem Nürnberger Architekten Günter Reichert gegründet. Was zunächst als kleine Bibliothek für Asylbewerber in einer Gemeinschaftsunterkunft begann, hat sich mittlerweile zu einem rein ehrenamtlich geführten Bildungszentrum für Asylbewerber entwickelt. In der "Asylothek" werden junge Flüchtlinge durch spielerische Elemente mit den Regeln in Deutschland vertraut gemacht. Flüchtlinge können hier Deutsch lernen, selbst wenn sie noch keinen Aufenthaltstitel haben. Daneben gibt es sportliche und kreative Angebote.

In München, Ingolstadt und Grassau gibt es ebenfalls "Asylotheken". Reicherts Ziel ist es, dass sich die Zahl der "Asylotheken" in Deutschland bis zum Jahresende auf 50 erhöht. Dazu hat er im Internet eine Anleitung zur Eröffnung einer "Asylothek" veröffentlicht.

Seine Initiative zählt zu den Preisträgern des "Bürgerpreises 2015" des Bayerischen Landtags. Reichert wurde Ende Juli vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement mit dem Titel "Deutscher Engagement-Botschafter" geehrt.

Die "Asylothek" in Nürnberg trägt bereits Früchte: Kinder der Einrichtung veröffentlichen regelmäßig Bilder und Texte in der Düsseldorfer Kinderzeitung "Die Nachtigall".

 

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