Bilder von Schwester-Festivals "Rock im Wasser": So wild wird nach dem Regen gefeiert

Zum Glück fiel doch nicht alles ins Wasser: Klicken Sie sich durch die Bilder von "Rock im Park" und "Rock am Ring" Foto: Daniel Karmann/dpa

Vetraute Bilder von "Rock am Ring" und "Rock im Park": Warteschlangen vor mobilen Klo-Häuschen, Dosenbier und jede Menge Matsch. Die Festivalsaison hat begonnen - zumindest in der Eifel und in Nürnberg.

Nürburg/Nürnberg - Als die ersten Takte auf dem legendäre Musikfestival "Rock am Ring" in der Eifel erklingen, regnet es nur noch leicht. In der Nacht zuvor hatten allerdings Tausende bereits angereiste Fans auf den Campingplätzen des Festivals unter Gewitter und Starkregen gelitten. Zahlreiche Zelte standen im Wasser.

Dagegen dürften sich die Fans bei der kleinen Schwester "Rock im Park" in Nürnberg über optimales Festival-Wetter freuen: nicht zu kalt, nicht zu warm und kein Regen. Die Stimmung auf den Bühnen der beiden Veranstaltungen nahm, sich aber nichts: Zum Auftakt am Nachmittag heizte auf der Hauptbühne an der Rennstrecke Nürburgring zuerst die US-Band Greta Van Fleet den Fans in bunten Regenjacken und Gummistiefeln ein. Der anfängliche leichte Regen hörte auf.

Bei frühsommerlichen Temperaturen und Sonnenschein drehte bei "Rock im Park" etwa die Punk-Rock-Band Bad Religion auf. Statt Gummistiefeln feierte die Rockfans in Flip-Flops und mit bunten Sonnenbrillen vor der Bühne. 54 Zeckenbisse zählte der Sanitätswachdienstes "Rock im Park" bis zum Abend auf dem Gelände.

Thirty Seconds to Mars, Marilyn Manson und Foo Fighters unter den 80 Bands

Die Headliner der Zwillingsfestivals standen erst für die Nacht auf dem Programm - darunter die amerikanische Band Thirty Seconds to Mars, Schock-Rocker Marilyn Manson, die Foo Fighters und die britischen Gorillaz. Auch der Indie-Rapper Casper und die Alternative-Metal-Band Stone Sour sollten noch rocken. Insgesamt haben sich rund 80 Bands für das dreitägige Spektakel angekündigt. Im Wechsel treten die Musiker in der Regel bei beiden Festivals auf.

Im vergangenen Jahr jubelten rund 87.000 Fans den Musikgrößen bei "Rock am Ring" zu. In diesem Jahr sind es laut Veranstalter nur etwa 70.000 Besucher. 2015 und 2016 hatte es bei Gewittern über "Rock am Ring" zahlreiche Verletzte gegeben. 2017 wurde das Festival wegen eines Terrorverdachts unterbrochen, der sich aber nicht bestätigte. Auch zum eigentlich kleineren Festival "Rock im Park" strömten den Angaben nach etwa 70.000 Besucher. Im vergangenen Jahr waren es auch dort mehr als 80.000 gewesen.

Zuschauerzahlen bei beiden Rock-Festivals niedriger

Am Freitag wirkte die Stimmung auf beiden Festivals entspannt. Als Grund für den diesjährigen Besucherrückgang vermuteten Fans eher, dass 2018 ganz große Headliner wie etwa die früheren "Ring"-Hauptattraktionen Linkin Park, Metallica und Red Hot Chili Peppers fehlen. Bis Sonntag dauert die Party auf den beiden Festivals noch an.

 

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