Bier in Bayern Die neuesten Zahlen und Fakten zum bayerischen Lebenssaft

Der Bierabsatz in Bayern ist 2014 wieder gestiegen. Foto: az

Bayerns Bierbrauer sind so zufrieden wie lange nicht mehr. Was gerade Nigeria mit der neu gewonnenen Freude zu tun hat und vier weitere Fakten aus dem Land der Braumeister.

 

München - Wer im Erdkundeunterricht aufgepasst hat, wird sich jetzt wundern: Bayern liegt zwischen Nigeria und Holland. Sie sollten allerdings nicht an ihren Geografiekenntnissen zweifeln, denn diese neue Erkenntnis kommt vom „Bayerischen Braubund“. Und die örtliche Nähe findet natürlich nur in der aktuellen Bierstatistik des Verbandes statt. Während die gesamte Bundesrepublik derzeit viergrößter Bierproduzent der Welt ist, landet der Freistaat alleine noch auf Platz 15 – hinter Nigeria und vor Holland.

Mehr bierselige Fakten aus dem Land der Braumeister:

1. Ballsport beeinflusst den Bierfluss

Die Weltmeisterschaft hat den Bierabsatz gesteigert.

„Weltmeisterschaften finden aus Sicht der deutschen Brauwirtschaft viel zu selten statt“, sagt Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Braubunds. Während die deutsche Nationalelf in Brasilien schwitzte, mussten deutsche Bierbrauer Sonderschichten einlegen, um den Durst der Fußballfans zu stillen. In Bayern wurden 23,1 Mio. Hektoliter Bier abgesetzt. Im Vorjahr waren es knapp eine Million weniger oder „pro Kopf eine Halbe mehr als im Jahr zuvor“. Damit hat Bayern 2014 erstmals Nordrhein-Westfalen von der lange bekleideten Spitzenposition in der Gesamtabsatzstatistik verdrängt.

2. Sogar innerhalb der EU vorne mit dabei

Bayern ist auch in der EU Spitze.

Deutschland ist mit 94,4 Millionen gebrauten Hektolitern Bier Spitzenreiter in der Europäischen Union. Dahinter kommen nur noch Großbritannien, Polen, Spanien und Holland. Bayern steht an sechster Stelle.

3. Sudmeister der Superlative

In Bayern gibt's die meisten Brauereien.

Etwa 650 Braustätten werden momentan in Bayern betrieben. Das heißt, dass fast jede zweite deutsche Brauerei ihre Sudpfannen im Freistaat erhitzt. „In Bayern ist mir kein Landkreis ohne Brauerei bekannt“, sagt Lothar Ebbertz vom Braubund. Dadurch ist auch die Vielfalt der bayerischen Bierlandschaft zu erklären: 40 verschiedene Biersorten und 4000 Marken sind hier beheimatet.

4. Der Bierthron steht in Oberfranken

Die bayerische Bierkönigin kommt aus Oberfranken.

Nicht nur die aktuelle Bierkönigin Tina-Christin Rüger schwingt ihren Maßkrug im oberfränkischen Kronach. Auch bei der Anzahl der Brauereien steht der Regierungsbezirk im Norden des Freistaats unangefochten auf Platz Eins. 168 der bayerischen Bierproduzenten haben ihren Sitz in Oberfranken. Leicht abgeschlagen auf dem zweiten Platz folgt Oberbayern mit 121 Braustätten.

5. Bayern greifen öfter mal zu Bleifreiem

Die Maß bleibt stehen. Die Bayern greifen auch mal gerne zu alkoholfreiem Bier.

Alkoholfreies Bier wird auch im Freistaat immer beliebter. Im Jahr 2014 stieg der Absatz auf etwa 1,8 Millionen Hektoliter. Besonders interessant: 80 Prozent der Gesamtmenge macht das alkoholfreie Weißbier aus.

 

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