Bieber Fever in der Olympiahalle Justin Bieber in München: Konzertkritik eines Beliebers

Biebs ganz nah: AZ-Redakteurin Lena mit Bieber-Shirt und weichen Knien in der Olympiahalle. Foto: az

Justin Bieber in München: Ein Event, das seinesgleichen sucht. Doch wie denkt ein jahrelanger Bieber-Fan über den Auftritt in der Olympiahalle? Eine Konzertkritik aus den Augen eines Beliebers.

 

München - Ich habe eine Sitzplatzkarte, komme ohne meine Eltern und werde auch nicht nach meinem Ausweis gefragt. In diesem Moment frage ich mich tatsächlich einen kurzen Moment, ob ich mit 26 Jahren vielleicht doch ein wenig zu alt für ein Justin-Bieber-Konzert bin.

Über fünf Jahre warte ich schon darauf, Justin Bieber endlich live sehen zu können. Kein Wunder, dass es nach Betreten der Halle ohne Umwege zum Merchandise-Stand geht. Ein „Purpose Tour“-Shirt für schlappe 40 Euro? Gekauft. Ein Jutebeutel mit Biebers Gesicht darauf? Brauche ich auch.

Schnell die neue Bieber-Klamotte angezogen, dann geht es auch schon los. Es braucht nur den ersten Akkord von Justin Biebers Hit "Mark My Words" und die Olympiahalle bebt. Ab diesem Moment fühlt es sich so an, als wäre man mit jedem einzelnen Konzertbesucher befreundet. Ich umarme wildfremde Menschen, wir vergießen gemeinschaftlich Freudentränen - es tut gut, seine Fan-Liebe zu JB einmal nicht erklären zu müssen. Wir sind schließlich alle Belieber.

Justin in Bestform – wie zu erwarten

Justin steigert sich während seinem Konzert von Lied zu Lied. Bei "Love Yourself" begleitet er sich auf seiner Linkshänder-Gitarre, wenige Minuten später legt er ein Schlagzeugsolo vom Feinsten hin. Justin macht sogar – während er mein Lieblingslied "Company“ singt – auf einem riesigen Trampolin Saltos. Ganz ehrlich: Gibt es überhaupt etwas, was dieser Mann nicht kann?

Für das große Finale hat sich Justin Bieber etwas ganz besonderes ausgedacht: Er lässt es in der Olympiahalle regnen. Völlig durchnässt gibt er oberkörperfrei "Sorry" zum Besten, ein letztes Mal schreien wir uns alle die Seele aus dem Leib, dann ist das Konzert vorbei. Justin verschwindet hinter der Bühne und lässt uns mit brennendem "Bieber Fever" zurück.

Ob sich das jahrelangen Warten gelohnt hat? Keine Frage! Wenn Biebs das nächste Mal in München ist, bin ich definitiv wieder dabei – auch, wenn ich dann wahrscheinlich schon zur Ü30-Generation gehöre. Einmal Belieber, immer Belieber.

 

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