Biathlon-WM Olympiasieger verrät Staffel-Team - Ziel: Medaille holen

Franziska Preuß trainiert am Schießstand in Antholz. Sie ist beim Mixed Startläuferin. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/dpa

In Antholz beginnt am 13. Februar die Biathlon-Weltmeisterschaft. Olympiasieger Arnd Peiffer ist beim ersten Rennen mit dabei und hat in der Südtirol-Arena die Aufstellung für das Mixed preisgegeben.

 

Antholz - Arnd Peiffer schaute verdutzt in die Runde. "Darf ich das verraten?", fragte der Olympiasieger, ehe er das Geheimnis um die Staffel-Aufstellung für das erste Rennen bei der Biathlon-Weltmeisterschaft doch noch lüftete.

"Bei den Mädels wird die Franzi Preuß eröffnen, danach folgt die Denise Herrmann, ich werde auf der gewohnten drei und der Benni Doll wird auf der vier laufen und die Staffel nach Hause bringen."

Der WM-Auftakt am Donnerstag (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport) soll gleich für Aufwind im deutschen Team sorgen und die Weichen stellen. "Oft lebt man von dem Flow-Erlebnis. Wenn die Mixed-Staffel und der Sprint bei den Damen und Herren gut gehen, dann kann es natürlich richtig nach vorne gehen", sagte Bernd Eisenbichler. Der neue Sportliche Leiter der Biathleten wollte aber von einer Medaillenvorgabe für das Team von Chefbundestrainer Mark Kirchner nichts wissen.

Zwei Tage vor dem ersten Rennen absolvierten die deutschen Skijäger ihr Trainingspensum bei herrlichem Winter-Wetter in der Südtirol-Arena. "Ich fühle mich gut gewappnet für die anstehenden Rennen", sagte Peiffer, der vor zwölf Monaten im schwedischen Östersund Einzel-Weltmeister geworden war. "Über Titel denke ich nicht nach. Die passieren eher, als dass man sie planen kann."

Der WM-Auftakt mit der Mixed-Staffel ist die erste von insgesamt zwölf Medaillen-Chancen bei den Titelkämpfen in Italien. "Ziel ist es natürlich für uns, gleich im ersten Rennen eine Medaille zu holen", sagte Peiffer. "Wir haben das Potenzial dazu, aber es muss alles passen."

Als Einstieg in die WM sei die Mixed-Staffel "schon sehr wichtig für uns", sagte Damen-Trainer Kristian Mehringer. "Wir haben das ja im vergangenen Jahr gesehen, als wir gleich die Silbermedaille gewinnen konnten. Das gibt eine gewisse Ruhe und Sicherheit für das gesamte Team."

Freitag und Samstag geht es in Antholz mit den Sprint-Wettkämpfen weiter, ehe am Sonntag die Verfolgungsrennen anstehen. Das Jagdrennen ist für Denise Herrmann ein ganz besonderes: "Wenn man es geschafft hat, Weltmeisterin zu werden, will man das natürlich mit bester Performance möglichst noch mal schaffen. Aber wieder Gold zu erwarten, das ist falscher Druck", sagte die amtierende Verfolgungsweltmeisterin. Die WM in Italien endet am 23. Februar mit den Massenstart-Rennen.

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