Biathlon Biathlet Stephan: Auf dem Mountainbike durch Chile

Biathlet Christoph Stephan hatte vorerst genug vom Schnee - er trainiert nun in Chile auf dem Mountainbike. Foto: www.christoph-stephan.de

Biathlet Christoph Stephan hat nach seinem frühzeitigen Saisonaus eine ungewöhnliche Trainingseinheit absolviert: Er fuhr mit dem Mountainbike durch Chile.

 

Berlin – Fahrrad statt Ski und Gewehr, Hochsommer in Südamerika statt eisigem Winter in Europa: Biathlet Christoph Stephan ist nach seinem frühzeitigen Saisonaus im Weltcup mit einem ganz speziellen Fitness-Programm wieder ins Training eingestiegen. Der Vizeweltmeister von 2009 absolviert noch bis Samstag die Transandes Challenge, ein sechstägiges Mountainbike-Etappenrennen in den chilenischen Anden.

'Es ist fantastisch! Ich werde richtig gefordert hier. Es ist brutal hart, macht aber riesigen Spaß", schrieb der 26 Jahre alte Thüringer auf seiner Homepage: „Nach meinen ganzen Gesundheitsproblemen ist das ein guter Wiedereinstieg ins Training. Und die wunderschöne Gegend entschädigt für die ganzen Qualen auf der Strecke.“

Stephan hatte Ende November nach „vielen gesundheitlichen Rückschlägen“ schweren Herzens angekündigt, den Rest der Biathlonsaison zu pausieren und damit auch die Heim-WM in Ruhpolding (29. Februar bis 11. März) zu verpassen. „Ich fühle mich nicht fit genug, um diese Saison akzeptabel zu überstehen“, sagte er noch vor wenigen Wochen.

Mit der Rückkehr zum Sport in Südamerika soll alles besser werden. „Vier Etappen habe ich schon geschafft, zwei folgen noch“, schrieb der gebürtige Rudolstädter: „Danach gehts dann wieder nach Hause. Zurück in den Winter. Das wird sicher eine Umstellung, denn hier sind es gerade 30 Grad und Hochsommer.“

Am 1. Februar will Stephan wieder zurück im heimischen Oberhof sein, um dann auf Skiern weiter an der Form zu arbeiten. Denn seine Zukunft liegt auch weiterhin beim Biathlon.

Nach einer enttäuschenden Saison im letzten Jahr wollte Stephan in diesem Winter eigentlich wieder angreifen. Daraus wurde zwar nichts, der große Traum bleibt aber die Olympia-Teilnahme in zwei Jahren. „Das Langzeitziel ist und bleibt Sotschi 2014. Und da möchte ich zeigen, was ich kann“, hatte Stephan gesagt.

 

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