Biathletin will zu Olympischen Spielen Miriam Gössner quält sich trotz Schmerzen

Miriam Gössner kämpft um ihre Olympia-Chance. Nach ihrem schweren Fahrradunfall im Mai mit gebrochenen Wirbeln stand die Laufbahn auf Messers Schneide.

 

Oberhof - Die Schmerzen werden auch im neuen Jahr nicht verschwinden. Trotzdem will Biathlon-Superstar Miriam Gössner bei Olympia im Februar dabei sein, am besten schon bei den Wettkämpfen in Oberhof (ab Freitag) die Norm des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) schaffen. „Ich bin zuversichtlich, dass ich es schaffen werde“, sagt die 23-Jährige.

Danach sah es nach dem Fahrradunfall im Mai in Norwegen mit vier gebrochenen Wirbeln nicht aus. „Ich bin froh, dass ich überhaupt Leistungssport betreiben kann.“ Auch wenn die Staffel-Weltmeisterin die Norm für Sotschi bislang noch nicht erfüllt und mit Rang 47 als bisher bester Platzierung enttäuscht hat, bleibt sie locker. „Wir haben gewusst, dass es ein langer Weg ist“, sagt Gössner. „Die Ärzte haben mir gesagt, dass ich mit den Schmerzen noch eine Weile leben muss. Wenn ich gewartet hätte, bis ich ganz schmerzfrei bin, wäre meine sportliche Karriere vielleicht schon vorbei gewesen.“

Bundestrainer Uwe Müssiggang hat sogar schon ein Hintertürchen für Olympia aufgezeigt, falls sie die Normplatzierung nicht schaffen sollte. Gössner habe in ihrer Karriere gezeigt, sagte Müssiggang, aus eigener Kraft auf das Podium laufen zu können. „Das besitzt bei uns einen hohen Stellenwert. Und das werden wir auch dem DOSB sagen.“

 

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