Beziehungs-Mord in Unterföhring Adrian (23) erstach Larissa (16) im Drogenrausch!

Der Tatort: Polizisten stehen in der Nacht auf Samstag vor dem Anwesen in Unterföhring. Kleine Bilder: Der mutmaßliche Täter Adrian und das Opfer Larissa. Foto: Gaulke/Facebook

Blutige Liebestragödie in Unterföhring. Der 23-jährige Adrian S. hat nach einem Streit um eine Lappalie seine Freundin (16) im Drogenrausch mit einem Küchenmesser erstochen.

 

Unterföhring - Es sieht aus, als wolle er sich mit seiner Freundin versöhnen. Zärtlich halten sich Larissa P. und Adrian S. in den Armen. Doch plötzlich hat der 23-Jährige ein Messer in der Hand – und rammt die Klinge der angehenden Hotelfachfrau in den Hals.

Es beginnt mit einem lächerlichen Streit in der Nacht auf Samstag. Larissa P. will, dass das Licht im Schlafzimmer an bleibt, Adrian S. will es ausschalten. Das Paar schreit sich an. Adrian S. ist sehr temperamentvoll. Der Halb-Kubaner hatte deshalb schon Schwierigkeiten mit der Polizei. Nach Disco-Schlägereien wurde er bereits mehrmals wegen Körperverletzung angezeigt.

Zu seinem Temperament kommen an diesem Abend Drogen. Der 23-Jährige hat Marihuana geraucht. Larissa bekommt Angst. Ihr Vater, mit dem sie seit der Scheidung der Eltern in dem Mietshaus in der Fichtenstraße in Unterföhring lebt, ist an diesem Abend bei seiner Freundin. Larissa rennt auf die Straße. Dabei läuft sie zufällig einem Nachbarn in die Arme. Der 20-Jährige schafft es, die Lage zu beruhigen. Er begleitet das Paar zurück in die Wohnung. Sie nahmen sich in die Arme, schienen sich versöhnt zu haben Alles scheint in Ordnung.

Während sich Larissa mit dem Nachbarn unterhält, geht Adrian S. kurz in die Küche. Als er zurückkommt, nimmt er seine Freundin zärtlich in den Arm. „Ich dachte, sie haben sich wieder versöhnt“, erzählt der 20-Jährige später der Polizei. Plötzlich klingelt sein Smartphone, eine SMS. Der 20-Jährige ist abgelenkt, sieht kurz weg. Im selben Moment sinkt Larissa zu Boden. Blut spritzt aus ihrem Hals. Adrian S. hält ein Messer in der Hand. Die Klinge hat sowohl die Arterie als auch die Vene der 16-Jährigen durchtrennt.

Der Nachbar ruft den Notarzt und leistet Erste Hilfe. „Der Zeuge hat alles unternommen, um das Mädchen zu retten“, sagt Peter Klinger, Erster Kriminalhauptkommissar bei der Mordkommission. Innerhalb von Minuten sind Notärzte vor Ort. Unter laufender Reanimation wird Larissa ins Krankenhaus gebracht.

Der mutmaßliche Täter wird nach Haar gebracht

Adrian S. steht unterdessen teilnahmslos vor dem Haus. Die Polizei nimmt ihn fest. Er wird abgeführt und bei der Mordkommission vernommen. Die Beamten haben ihm sicherheitshalber die Arme mit Handschellen am Rücken fixiert. Adrian S. benimmt sich merkwürdig. Er redet wirres Zeug. Er habe Böses getan, könne jetzt aber wieder Gut von Böse unterscheiden. Nach zwei Stunden steht er plötzlich auf. Drohend nähert er sich einer Sekretärin. Die Frau flüchtet. Fünf gestandene Polizisten sind notwendig, um Adrian S. zu überwältigen. Er schreit irgendwelche Namen, spricht plötzlich Spanisch. Adrian S. ist offenbar nicht mehr Herr seiner Sinne, wird noch in der Nacht ins Bezirkskrankenhaus nach Haar auf die geschlossene Abteilung gebracht. Am Sonntag erlässt ein Ermittlungsrichter Unterbringungshaftbefehl. Damit bleibt der 23-Jährige in der Klinik.

Am Sonntagmorgen geben die Ärzte den Kampf um Larissas Leben auf. Die Apparate, die sie am Leben halten, werden abgeschaltet. Wenig später verbreitet sich die traurige Nachricht vom Tod des Mädchens. Im Internet schreibt eine Freundin: „Immer wenn wir von Dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen, Tränen rollen über unsere Wangen, unsere Herzen halten Dich gefangen, so als wärst Du nie gegangen.“

 

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