Bewusstsein für Fleischkonsum Englische Grundschule will Schweine von Schülern schlachten

Eine Grundschule in England will die hauseigenen Schweine der Schüler schlachten. (Symbolbild) Foto: Carsten Rehder/dpa

Eine englische Grundschule will die hauseigenen Schweine, die von den Schülern gepflegt und versorgt werden, schlachten. Ob das eine geschmacklose Aktion oder pädagogisch sinnvolle Maßnahme ist, darüber scheiden sich die Geister.

 

Leeds - Die englische Grundschule "Farsley Farfield Primary School" hat mit einer geplanten Aktion für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. Die hauseigenen Schweine der Schule, die von den Kindern versorgt werden, sollen in den Sommerferien zum Schlachthof kommen. Dieser Plan führte zu kontroversen Diskussionen im Internet und sogar zu einer Petition, mit welcher das Leben der Schweine gerettet werden soll. 

Auf der Website der "Farsley Farfield Primary School" schreibt der verantwortliche Lehrer Peter Harris: "Durch die Haltung der Schweine erfahren die Kinder mehr über die Herkunft ihrer Nahrung und über Fragen des Tierschutzes. [...] Die Schweine sind keine Haustiere und werden nur neun Monate bei uns sein." Die Schüler sollen durch sie mehr über die Nahrungskette und den allgemeinen Konsum von Fleisch lernen.

Schlachtung von Schulschweinen: Gute Lernmöglichkeit oder grausame Aktion?

Viele Eltern der Grundschüler unterstützen diese Aktion als "fantastische Möglichkeit für die Kinder zu lernen". In den sozialen Medien dagegen wird die geplante Schlachtung als "grausam" und "traumatisierend für die Schüler" bezeichnet.

Anders als von einigen Medien berichtet, sollen die Grundschüler der Schlachtung nicht beiwohnen. Die elfjährige Charlotte Heap, eine Schülerin der Grundschule, schrieb der englischen Zeitung "Yorkshire Evening Post" einen Brief, worin sie die Aktion unterstützt: "Die meisten von uns sind mit der Idee zufrieden. Einige von uns mögen die Schweine sehr gerne und bürsten sie ab. Wir haben alle viel daraus gelernt - woher unser Essen kommt - und Herr Harris ist selbst Vegetarier."

Petition gegen Schlachtung von Schulschweinen

Eine ehemalige Schülerin sieht das aber anders. Auf change.org rief sie deshalb eine Petition ins Leben, um die Schweine vor der drohenden Schlachtung zu retten. "Ich bin Veganer für die Tiere, also meine Hauptsorge ist das Wohlergehen dieser Schweine, die den Tod nicht verdienen, und die Botschaft, die wir den Kindern von Farsley Farfield beibringen ist, dass es in Ordnung ist, Tiere auszunutzen und zu töten mit der Rechtfertigung, dass Menschen sie gerne essen." Diese Petition wurde mittlerweile von knapp 3.000 Menschen unterschrieben.

Ob die Schweine im Sommer tatsächlich geschlachtet werden, bleibt abzuwarten. Zu hoffen ist, dass die Kinder der Grundschule dadurch ein neues Bewusstsein für ihr Essen bekommen.

 

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