Betrug an der Haustür Quellwasser und Regen: Die neue Masche der Teppich-Mafia

Die Polizei warnt vor einer neuen Masche der Teppich-Mafia: Mit ausgefallenen Angeboten wurde eine gutgläubige Rentnerin um 15.000 Euro gebracht

 

München - Weil mit dem Verkauf von überteuerten Teppichen an der Haustür kein Geschäft mehr zu machen ist, satteln Gauner auf eine neue Masche um. Sie schwatzen Senioren sündteure Spezial-Kuren für deren Teppiche auf. Oft sind die Stücke danach ruiniert, die Besitzer aber trotzdem einen Haufen Geld los.

Verlockendes Angebot

Das Angebot klingt zunächst nach einem Schnäppchen: um den kostbaren Teppichen zu neuem Glanz zu verhelfen, werde man sie mit reinem Quellwasser und zusätzlich mit Regenwasser reinigen – jeweils sieben Mal. So was hat natürlich seinen Preis. „Bis zu 10.000 Euro knöpfen windige Geschäftemacher ihren Opfern ab“, warnt ein Hauptkommissar der Münchner Polizei.

32.000 Euro für vier Teppiche

Der Fahnder hat schon manchen Trickbetrüger  zur Strecke gebracht. Weshalb man ihm sogar das Privatauto demolierte. Eines der Opfer bezahlte 32.000 Euro für die Reinigung von vier Teppichen. „Glatter Betrug ist das“, sagt der Kripo-Mann. „Nach zwei oder drei dieser Reinigungen ist jeder Teppich ruiniert“.

Rührende Geschichten

Bei einer 80-Jährigen aus der Forstenrieder Allee gingen Gauner sogar noch einen Schritt weiter. Sie schwatzten der Rentnerin nicht nur eine überteuerte und überflüssige Spezialreinigung auf. Einer der Männer erzählte eine rührselige Geschichte von seiner kleinen Nichte, die in Pakistan bei Fremden aufwachse. Er brauche 20.000 Euro, um sie nach Deutschland zu holen.

Die gutgläubige Rentnerin gab dem Mann gegen Quittung in mehreren Raten über 15.000 Euro.

Das Geld ist futsch. Und die dubiosen Teppichreiniger sind über alle Berge.

 

5 Kommentare