Betrug Abzocke mit MVV-Tickets

Fahrkarten-Automat in München Foto: Thomas Gaulke

Ein 30-Jähriger verkauft illegal erworbene Fahrkarten zum halben Preis übers Netz weiter. Schaden: 19.000 Euro.

 

München - Schluss mit den Billig-Tickets: Die Bundespolizeiinspektion München machte eine Hausdurchsuchung bei einem 30-Jährigen aus dem Landkreis Dachau – und wurden fündig: Neben illegal erworbenen IsarCards-Jahresabos konnten neuwertige Waren wie Fernseher, Laptop und Lautsprecher sichergestellt werden.
Die Gegenstände hatte der Beschuldigte über das Internet erworben und nicht dafür bezahlt. Allein bei den MVV-Tickets entstand ein Schaden von zirka 19<TH>000 Euro.

Sein Trick: Er orderte die Fahrscheine bei der MVG oder Deutschen Bahn AG und benutzte Aliaspersonalien, um die Jahres-Abos zugestellt zu bekommen. In zwölf Fällen ist ihm das Gelungen.

In einem Fall wurde eine Dauerfahrkarte im Wert von 1743 Euro am 3. August für 800 Euro an eine 42-Jährige verkauft. Der Tatverdächtige hat gegenüber der Bundespolizei bereits zahlreiche Straftaten eingeräumt. Und: Besitzer illegaler MVV-Tickets werden in den nächsten Tagen Besuch von der Polizei bekommen. Sie müssen ihre Fahrkarten wieder abgeben.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei. „Wer Fahrkarten wie ein Jahres-Abo kauft, die nur die Hälfte kosten, sollte sich Gedanken machen, dass diese kaum legal erworben sein dürften“, so die Ermittlungsleiterin Sabine Stein.

Erst im Juli hatte die Bundespolizei eine Ticket-Mafia auffliegen lassen. Mit einem Tintenstrahldrucker hatte die Fälscherbande tausende Fahrkarten gefälscht und diese über Mittelsmänner weiterverkauft. '

Bei der Razzia wurden auch 679 falsche IsarCards mit einem Verkehrswert von 33.000 Euro sichergestellt (AZ berichtete).

 

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