Betrüger vor Gericht München: Fünf falsche Polizisten angeklagt

Vor Beginn der Verhandlung: Vier Angeklagte und ihre Anwälte. Foto: jot

Die Angeklagten sollen Senioren um Hunderttausende Euro gebracht haben.

 

München - Eine Angeklagte ist nicht verhandlungsfähig (ihr Verfahren wurde deshalb abgetrennt), fünf ihrer Komplizen schon. Die Männer im Alter von 19 bis 26 Jahren stammen aus Norddeutschland, haben aber laut Anklage vor allem im Münchner Raum ältere Menschen um viel Geld gebracht.

Der Schaden geht in die Hunderttausende. Die Bande nutzte dabei das Vertrauen der Menschen in die Polizei aus. Die angeblichen Beamten versetzten mit ihren erfundenen Geschichten von Einbrechern ihre Opfer so lange in Angst und Schrecken bis diese bereit waren, ihr Geld und ihren Schmuck der "Polizei" zu übergeben.

So wurde einer 75-Jährigen in Vaterstetten am Telefon von einem "Polizeibeamten Bach" weis gemacht, sie stünde auf einer Liste potenzieller Einbruchsopfer. Die Ermittler wären hinter dieser rumänischen Bande her. Ob sie denn Wertgegenstände zu Hause aufbewahre, wollte der "Beamte" wissen. Die ahnungslose Frau bejahte das und übergab einem angeblichen Zivilfahnder schließlich Schmuck und Goldmünzen im Wert von 100.000 Euro.

Ein Opfer weigert sich, dem falschen Polizisten die Tür zu öffnen

Die sollten angeblich im Auftrag der Staatsanwaltschaft fotografiert werden. Nicht jeder Betrugsversuch war von Erfolg gekrönt. Wie im Fall einer 77-jährigen Münchnerin, die sich weigerte, die Tür aufzumachen, als der angebliche Polizist bei ihr klingelte. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Betrüger wird am 13. November fortgesetzt. Dann sollen sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern.

 

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