Beschwerde Anwohnern stinkt's: Hier quillt der Müll-Eimer über!

Spaziergänger und Anwohner graust's: Dieser Mülleimer quillt über, Kotbeutel liegen am Boden verstreut. Foto: chp

Hundekotbeutel, Lebensmitteltüten, sperrige Pappschachteln: Mitten im adretten Schwabing fällt der Müll aus dem überfüllten Eimer auf die Straße. Aus Sicht der Anwohner kein Zustand.

 

Schwabing - Ein übervoller Abfalleimer, obenauf Beutel mit Hundekot und auch am Boden liegt der Müll. Den Fliegen taugt's, aber Anwohnern und Spaziergängern kommt das Grausen. An der Ecke Hiltensperger-/Agnesstraße quillt der Unrat über. Vor allem die Beutel mit Hundekot liegen rings um den kleinen Abfalleimer verstreut.

Eigentlich ist das eine schöne Ecke: Es ist ruhig und die breiten Wege unter Lindenbäumen laden zum flanieren ein. Natürlich auch zum Gassi gehen mit dem Zamperl, deshalb fallen hier besonders viele der roten Beutel an. Dafür sollte es an sich genügend Abfalleimer geben.

Das Problem ist aber auf den Bildern vom Ekel-Mülleimer gut zu erkennen: Pappschachteln.

Gut zwanzig Meter entfernt steht nämlich eine Packstation der Post. Dorthin können sich Kunden des Paketzustellers DHL ihre Päckchen liefern lassen und müssen so nicht daheim sein, wenn der Zusteller klingelt. Die Päckchen kann man dann einfach an der Packstation abholen - und auf dem Weg nach Hause auspacken. Die sperrige Verspackung landet dann häufig in einem nahen Mülleimer. Und der ist damit oft voll.

Mit dem Ausleeren kommt die Stadt dann nicht nach."Diese Mülleimer werden mehrmals wöchentlich, zum Teil auch täglich geleert", sagt eine Sprecherin des Baureferats. "Auch der Behälter an der Ecke Hiltensperger-/Agnesstraße wird täglich geleert - aber er war dennoch überlastet."

Deshalb soll nun als erste Konsequenz ein neue Mülleimer her: "Der Hängebehälter wird umgehend durch einen 50 Liter fassenden Standbehälter ersetzt", heißt es vom Baureferat. Das passiere derzeit auch an anderen Stellen in der Stadt, wo die kleinen Mülleimer überquellen.

Außerdem will die Stadt ein Auge auf das Problem mit den Verpackungen haben: "Das Baureferat wird die Situation an dieser Ecke in der Nähe der Packstation beobachten und falls nötig mit der Post Kontakt aufnehmen." Die könnte ihre Kunden dann darauf hinweisen, die Verpackungen nicht unzerkleinert in öffentliche Mülleimer zu stopfen, sondern sie am besten zu Hause in die Papiertonne zu geben.

Ob sich auch der Bezirksausschuss mit dem Problem befasst, ist unklar. Zuletzt wurde dort gefordert, offene Mülleimer im Viertel durch Behälter mit Deckel auszustatten. So soll es sauberer werden in Schwabing.

 

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